Stadthalle und neuer Kindergarten Themen im Rat

Neben der Stadthalle war im Rat auch die Fläche eines neuen Awo-Kindergartens Thema. - Archivfoto: F. Zacharias

Meinerzhagen - Zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause kam am Donnerstag der Rat im Sitzungssaal an der Bahnhofstraße zusammen. Dabei sollte es zwar nicht um das derzeit allseits diskutierte Thema Nummer eins gehen, doch ganz ohne die Zukunft der Stadthalle ging es dann doch nicht.

In der Stunde der Öffentlichkeit machte die Meinerzhagenerin Michaela Diller ihrem Ärger über die Pläne zur Stadthallen-Zukunft Luft: „Was übel aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass man sich überrumpelt fühlt“, bezog sich Diller auf Gespräche, die sie mit anderen Bürgern geführt habe. Zugleich plädierte sie dafür, in der Stadt nicht gegeneinander zu arbeiten, sondern „der Stadt Bestes“ im Sinn zu haben.

Eine Bitte, die Bürgermeister Jan Nesselrath gerne befolgen würde, wie er in seiner Antwort deutlich machte. „Weder Rat noch Verwaltung sind angetreten, um der Stadt irgendwelchen Schaden zuzufügen“, sagte Nesselrath zu Beginn der Ratssitzung – und betonte auch, dass von einem Abriss der Stadthalle derzeit keine Rede sein könne. „Hier werden jetzt keinesfalls die Bagger anrollen“, versicherte der Bürgermeister und verwies auf den ausstehenden Ratsbürgerentscheid. „Zum Zeitpunkt dieses Entscheids werden die Bürger auf einem aktuellen Stand und von der Stadt neutral informiert sein“, betonte Jan Nesselrath, ehe er persönlich zur Tat schritt und Exemplare der ausführlichen Presseerklärung vom vergangenen Freitag unter den Besuchern der Sitzung verteilte.

FDP-Fraktionschef Kai Krause bat die Verwaltung in diesem Zusammenhang um eine Aufstellung sämtlicher Vereine, die die Stadthalle und ihre anliegenden Räume nutzen. Auch der Bedarf der Stadtverwaltung in dem Gebäudekomplex soll geklärt werden. Jan Nesselrath erklärte, dass man an einer solchen Auflistung bereits arbeite.

Kindergartenplanung schreitet voran

Auf der regulären Tagesordnung indes standen zwei andere Punkte, die kurz zuvor bereits in einer Sitzung des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt beschlossen worden waren: Zum einen stand die Einbeziehung einer Außenbereichsfläche nahe Fumberg/Butmicke zur Diskussion. Konkret ging es um den Plan eines Investors, auf der Grünfläche vor dem Schullandheim ein Gebäude zu errichten, in dem unter anderem die Arbeiterwohlfahrt unter eigener Trägerschaft einen Kindergarten für behinderte und nichtbehinderte Kinder einrichten will (die MZ berichtete bereits). Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar erläuterte den Anwesenden die im Bebauungsplan vorgesehene Zweckbestimmung für genau diese Nutzung und hofft nach dem einstimmigen Votum des Rates für die öffentliche Auslegung nun, einen abschließenden Ratsbeschluss nach den Sommerferien zu erhalten.

Zum anderen stand das Interesse der Firma Otto Fuchs an Flächen im interkommunalen Gewerbegebiet Grünewald auf der Tagesordnung. Auch den damit verbundenen Plänen stimmte der Rat zu (Bericht folgt).

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