Bemühungen für den Radweg laufen „im Hintergrund“

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Hunswinkeler Bürger hatten vorgeschlagen, die Bankette hinter der Schutzplanke „aufzufüllen“ und dadurch begehbar zu machen. Auch aus Sicherheitsgründen wird dieser Vorschlag von den beteiligten Behörden verworfen.

Hunswinkel/Windebruch -  „Der Ausbau und die Sanierungen an der A 45 haben für uns im Moment höchste Priorität. Das heißt aber nicht, dass wir andere Projekte abgeschrieben haben“, sagt der Abteilungsleiter der Straßen.NRW Niederlassung Südwestfalen, Eberhard Zimmerschied. Konkret bezieht er diese Aussage auf die Sanierung der Landstraße 708 ab der Listerstaumauer bis nach Windebruch.

In dieser Maßnahme als wichtigster Fakt für Fußgänger und Radfahrer enthalten: der Weiterbau des kombinierten Geh- und Radweges neben der Straßentrasse. Wie dieser einmal aussehen soll, kann man sich jetzt bereits seit über zwei Jahren auf dem Abschnitt vom Schnütgehof bis zur Einfahrt der Listerstaumauer anschauen. Ab dort allerdings steht dann derzeit nur noch die Bankette oder ein schmaler Randstreifen für die Nutzer zur Verfügung.

„Unser Plan sieht die Anlegung des Rad- und Gehweges auf einer eigenen Trasse vor. Dafür laufen bereits die grundstücksrechtlichen Verhandlungen mit den Eigentümern“, so Eberhard Zimmerschied. Da es sich hierbei aber um mehrere Personen mit unterschiedlichsten Einstellungen zum geplanten Projekt handelt, sicher kein leichtes, mit Sicherheit aber zeitaufwendiges Unterfangen.

Letztendlich geht man bei Straßen.NRW aber dennoch von einem positiven Ausgang aus. Dann könnte endlich weitergebaut werden. Im Hinblick auf die immer wieder nötigen „Flickarbeiten“ an der maroden Fahrbahnoberfläche wäre dieses auch finanziell eine gute Entwicklung.

Bautechnisch betrachtet ist das Projekt Rad- und Gehweg an der Listertalsperre in Richtung Hunswinkel bis kurz hinter Windebruch keine große Herausforderung. Dieses ändert sich im Bereich Heiligenberg aber schlagartig. Hier ist auf der Uferseite, und dort käme der Geh- und Radweg nach derzeitigen Planungen an, kaum Fläche für die Trasse vorhanden (MZ berichtete) mehrfach.

Aber auch in Hunswinkel selbst und an der dortigen Badestelle ist eine Anlegung eines Weges nicht ganz einfach zu bewerkstelligen.

„Wir haben die Anregungen der Anwohner, sie hatten eine Trasse hinter der Schutzplanke durch Aufschüttung der Bankette angeregt, geprüft. Auch aus Gründen der Verkehrssicherheit ist diese Lösung aber verworfen worden“, bestätigt der Abteilungsleiter. Bei den Beratungen waren sowohl die Stadt Meinerzhagen als auch weitere Behörden eingebunden.

Für die Ortsmitte von Hunswinkel präferiert man bei Straßen.NRW weiterhin den Bau eines Bürgerradweges im „Hinterland“. Die Gespräche über den hierfür nötigen Grunderwerb wurden in einem ersten „Anlauf“ schon von der Stadt Meinerzhagen geführt, brachten aber noch kein abschließendes Ergebnis. „Wir sind weiter an der Angelegenheit dran. Dementsprechend haben wir als Stadt auch einen erneuten Gesprächstermin mit den beteiligten Behörden angeregt. Der soll nach jetzigem Kenntnisstand nach den Sommerferien stattfinden“, erklärt Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck. Dabei äußert er seine Zuversicht, auch in Hunswinkel ein Ergebnis wie für die Ortslage Hösinghausen zu erzielen. Dort wird seit Beginn dieser Woche der Bürgerradweg nach Valbert gebaut.

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