Wochenmarkt und Baustelle: Konfliktpotenzial

Vorne Marktstände, direkt dahinter die Großbaustelle „Stadthallen-Umfeld“. Diese Situation birgt Konfliktpotenzial. -  Foto: Beil

Meinerzhagen -  Auf der einen Seite des Bauzaunes der Wochenmarkt, dahinter – Richtung Hit-Markt – die Großbaustelle „Stadthallen-Umfeld“. Dass diese Situation Konfliktstoff birgt, scheint vorprogrammiert.

Und so ist es auch: Ein Marktbesucher meldete sich am Freitag telefonisch bei der MZ und wies darauf hin, dass die Belastung durch Staub momentan sehr groß sei. Er befürchte negative Auswirkungen auf die Lebensmittel, die beim Markt „offen“ angeboten würden.

Und tatsächlich war auch ein Lebensmittelkontrolleur auf dem Markt unterwegs. Man habe die Brecher-Arbeiten dann schließlich eingestellt, teilte Jürgen Tischbiereck, Fachbereichsleiter Technischer Service bei der Stadt, anschließend mit. Tischbiereck: „In der kommenden Woche sind wir mit den Brecherarbeiten durch. Dann wird es auch mit der Staubentwicklung besser. Momentan haben wir keine andere Möglichkeit, als das Betonmaterial – beispielsweise das alte Kastenprofil der Volme – vor Ort zu zerkleinern.“

Der Sprecher der heimischen Markthändler Markus Spanell blieb erst einmal relativ gelassen. Er betreibt einen Stand mit Grillspezialitäten unmittelbar am Bauzaun. „Es läuft eigentlich gut, was die nahe Baustelle betrifft. Wir haben uns selbst mit der Baufirma in Verbindung gesetzt und auch darauf hingewiesen, dass Staub entsteht. Und es wurde uns versprochen, bei trockener Witterung mit Wasser dafür zu sorgen, dass sich diese Belästigung in Grenzen hält. Das ist Freitagmorgen auch so gewesen“, sagte Spanell.

Was ihm allerdings mehr Sorgen bereite, seien die Einnahmerückgänge, die die Markthändler durch die Baustelle zu verzeichnen hätten. „Die belaufen sich sicherlich auf etwa 20 bis 30 Prozent, weil Kunden ausbleiben“, berichtete er.

Andererseits freuen sich auch die Händler darüber, dass an der Stadthalle ein neues, attraktiveres Umfeld entsteht. „Wenn das alles fertig ist, denken wir sicherlich darüber nach, an Markttagen jeweils Attraktionen wie etwa Wein-Verkostungen und Ähnliches anzubieten“, blickte er am Freitag im Gespräch mit der MZ voraus.

Jürgen Tischbiereck vom städtischen Fachbereich Technischer Service will bis dahin alles tun, um den reibungslosen Ablauf des Wochenmarktes auch während der Bauarbeiten sicherzustellen: „Momentan ist es so, dass die Baufirma Betonteile schreddert. Um Staubentwicklung vorzubeugen, haben wir den Arbeitern deshalb bereits am Donnerstag einen Wasserschlauch zur Verfügung gestellt, um die Staubentwicklung durch Berieseln gering zu halten. Ich glaube, dass das eine geeignete Maßnahme ist. Wir haben aber auch noch keinen Hochsommer und es hat ja auch geregnet. An Markttagen geben wir uns wirklich alle Mühe, die Behinderungen für alle auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.“

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