Bauprogramm: „Palette der Unwägbarkeiten ist groß“

Der Eindruck täuscht: Die kleineren Erdbewegungen unterhalb des Karlsbader Weges hängen nicht mit dem geplanten Spielplatzbau zusammen, der startet im ersten Abschnitt erst in 2017 und wird 2018 abgeschlossen.

Meinerzhagen - Es ist jedes Jahr das gleiche Ritual. Nach der Haushaltseinbringung (dieses Jahr am kommenden Dienstag, 4. Oktober), beraten die Ausschüsse die einzelnen Projekte des Etats. Vorausgehend hierzu gibt es in den Ratsfraktionen entsprechende Richtungsbestimmungen.

Eine wichtige Grundlage hierfür bietet auch das Bauprogramm, an dem für das Jahr 2017 derzeit im Rathaus noch gearbeitet wird. In ihm finden sich die Ausgaben für neue, aber auch für bereits begonnene Maßnahmen des Hoch- und Tiefbaus wieder. Von der millionenschweren Kanal- und Straßensanierung bis hin zur Anbringung von Warn- und Störsendern für vergleichsweise kleines Geld ist alles dabei.

„Wir bemühen uns natürlich, nur die Projekte, die finanziell, personell und vom zeitlichen Ablauf realisierbar erscheinen, aufzunehmen“, erläutert Fachbereichsleiter Jürgen Tischbiereck das Zustandekommen des Bauprogramms. Dass dazu ebenso die Abstimmung mit dem Kämmerer und letztendlich die Entscheidung des Bürgermeisters darüber, welche Projekte in die kommunalpolitische Beratung kommen, gehören, ergänzt er im Gespräch mit der MZ.

Ein Blick in das noch gültige Bauprogramm 2016 macht indes aber eines deutlich: Das eine oder andere Projekt wird in diesem Jahr nicht mehr abgeschlossen. „Die Palette der Unwägbarkeiten ist groß. Die zahlreichen Großprojekte in der Innenstadt, der erkrankte Kollege, die ausstehenden Genehmigungen, die sich verzögern, das Wetter und die gerade im Tiefbau manchmal nicht erkennbaren Probleme im Untergrund, führen zu unvorhersehbaren Terminverschiebungen“, so die Erklärung des Fachbereichsleiters.

Beispielhaft für eine derartige Maßnahme ist der zweite Bauabschnitt im Baugebiet Werlsiepen. Hier sollte eigentlich die notwendige Baustraße erstellt und das Kanalnetz weiter ausgebaut werden. Eine Mischung aus Verzögerungen beim Grunderwerb und die daraus resultierende, zunächst zurückgehaltene Vergabe eines Planungsauftrages, führt nun dazu, dass in diesem Jahr nichts mehr passiert. Ein Fakt, der auch für den ersten Bauabschnitt des Spielplatzes unterhalb der Siedlung gilt. Für jeweils 35 000 Euro sollte hier in diesem und im kommenden Jahr gebaut werden. Entsprechende Planungen hatte der Fachausschuss im Mai positiv bewertet und der Umsetzung zugestimmt (die MZ berichtete). „Hier waren es personelle Probleme, die uns zur Verschiebung ins nächste Jahr bewogen haben“, so Jürgen Tischbiereck.

Erfreulich aus der Sicht des Fachmannes: Es gibt durchaus Projekte, die zügig und nach Plan verlaufen. Das gilt etwa für die Baustelle Löher Weg. Dort sind die Arbeiten am neuen Kanal und der Fahrbahn im ersten Bauabschnitt mittlerweile zu gut einem Drittel abgeschlossen.

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