Brücke: Mängelbeseitigung erreicht Endphase

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Mit Ultraschall prüfte Volker Schaper die Schweißnähte. Von ihm erhielten diese eine „Bestnote“.

Meinerzhagen - Ende März hatte die Stadt dem Stahlbauer Rohlfing eine Frist für die Beseitigung der Mängel an der neuen Bahnbrücke gesetzt.

Entgegen der damaligen Erwartungen kam dieser dann kurz vor Fristablauf am 6. April zunächst beim größten „Knackpunkt“, dem Höhenausgleich an der Treppenanlage zum Mittelbahnsteig, nach. Nach den Vorgaben des durch ein Ingenieurbüro ausgearbeiteten Lösungsvorschlags wurden die Stützen der Treppe durchtrennt und anschließend mit einem eingeschweißten „Distanzstück“ verlängert. Im Ergebnis führten diese Arbeiten mittlerweile zur Beseitigung des Mangels.

Am Dienstag stand nun die Überprüfung dieser Schweißnähte an. Doch bevor Volker Schaper von der Firma Applus RTD Deutschland Inspektionsgesellschaft sein Ultraschallgerät einsetzen konnte, musste er sich noch ein wenig gedulden. Der Grund: Die Firma Rohlfing war offensichtlich von ihrem ersten Arbeitseinsatz nicht mehr überzeugt und hatte kurzum die ganze Prozedur nochmals wiederholt. „Die Schweißnähte sind jetzt einwandfrei. Da gibt es nichts dran auszusetzen“, so die Beurteilung der Ultraschalluntersuchung durch Volker Schaper.

Am Mittwoch und ebenso am Donnerstag war ein weiterer Kontrolleur am Brückenbauwerk im Einsatz. Aus Leipzig war Andreas Gelhaar vom dort ansässigen Institut für Stahlbau angereist, um die „angemahnte“ Mängelbeseitigung am Korrosionsschutz in Augenschein zu nehmen. Während das am Mittwoch noch „zu Fuß“ möglich war, brauchte er gestern die Drehleiter der Feuerwehr, um an die sonst unzugänglichen Stellen zu gelangen.

„Da gibt es noch einiges zu tun, aber das sind nicht mehr gravierende Mängel“, war er sich sicher und schätzte den zeitlichen Aufwand hierfür auf drei bis vier Tage ein.

Auch Markus Schade von der Stadt Meinerzhagen zeigte sich vor Ort leicht optimistisch, dass die Mängelbeseitigung bald abgeschlossen sein wird. Zur „Beschleunigung“ hatte er dann auch gleich mit Andreas Gelhaar abgestimmt, dass der ebenfalls vor Ort anwesende Mitarbeiter der Firma Rohlfing mit Hilfe der Drehleiter die schwer zugänglichen Stellen streicht. „Diese Kombination hat auch den Vorteil, dass der Prüfer gleich das Ergebnis der Arbeit sieht“, so Markus Schade.

Insgesamt stehen nach Erledigung der jetzt laufenden Arbeiten noch Markierungsarbeiten an den Treppenstufen selbst an. Bei trockener Witterung benötigen diese keinen größeren Zeitaufwand. Eine endgültige Abnahme, nach deren erfolgreichem Verlauf der Zugang zum Mittelbahnsteig über die Treppe freigegeben werden könnte, rückt also in greifbare Nähe.

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