Badestelle in abgespeckter Version verschönern

Großprojekt gestoppt: Jetzt „Baden light“ am Listerufer

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Die Badebucht soll verschönert werden – wenn auch in etwas abgespeckterer Version als ursprünglich geplant. Der Einbau von Holzpontons ist aber immer noch fraglich.

Windebruch - „Baden gehen“ sollte das Projekt Windebruch nicht, das hatte die Verwaltung im vergangenen Jahr betont, als klar war, dass die „große Lösung“ und damit die Aufwertung des Badeplatzes im größeren Stil eben keine Lösung sein würde. Jetzt soll dafür die kleinere Version mit Ruhebänken und einer Umkleidekabine umgesetzt werden. Das geht aus aktuellen Ausschussunterlagen hervor. Einige Fragezeichen gibt es bei den Planungen aber immer noch.

Vielleicht, so heißt es unter anderem, könnte auch die Liegefläche etwas erweitert werden. Ähnlich wie im Frühsommer am Hunswinkler Steg soll nun auch in Windebruch am Fuß der Böschung eine Anschüttung von etwa zehn Metern Tiefe vorgenommen werden. Ob dieses Vorhaben tatsächlich in die Tat umgesetzt werden kann, hänge aber davon ab, ob geeignetes unbelastetes Bodenmaterial in entsprechender Menge und Qualität zur Verfügung steht. „Außerdem bedarf es der Abstimmung einer noch vorzunehmeden konkreten Detailplanung mit dem Ruhrverband als Eigentümer und der Unteren Wasserbehörde“, heißt es dazu in der Vorlage des Ausschusses für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt, der sich am Dienstag, 13. September mit den Details einer „reduzierten“ Aufwertung der Badestelle Windebruch beschäftigen wird, ehe im Oktober im Rat – abweichend vom Beschluss aus dem Jahr 2011 – eine Entscheidung fällt.

Aufgewertet werden soll beispielsweise die vorhandene Toilettenanlage. Außerdem sollen eine Umkleidekabine und zwei Ruhebänke, sogenannte „Waldsofas“, mit Blick auf die Talsperre sowie eine „Vesperinsel“ aufgebaut werden. Die Verwaltung kalkuliert mit Kosten in Höhe von 90 000 Euro. Das entspreche dem Eigenanteil, der im Zuge der ursprünglich vorgesehenen Regionale-Maßnahme als Eigenanteil von der Stadt hätte aufgebracht werden müssen.

Ursprünglich hatte es auch die Überlegung gegeben, einen Schwimm-Ponton, eventuell mit integrierter Badeplattform für Kinder, zu installieren. Dieses Vorhaben werde aber möglicherweise nicht umgesetzt werden können, informiert die Verwaltung. Eine Überprüfung der Machbarkeit habe ergeben, dass dadurch die Badestelle zu einem „Naturbad“ aufgewertet würde, was wiederum „die – nicht darstellbare – Bereitstellung zusätzlichen Personals zur Beaufsichtigung des Badebetriebs“ bedeuten würde. Um hier Klarheit zu erhalten, steht ein Ortstermin mit der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen, der Kommunalversicherung und dem Eigentümer noch aus. Der nachträgliche Einbau eines Pontons und würde auch den Kostenrahmen nicht sprengen, teilt die Verwaltung mit.

Stimmt der Rat zu, soll mit der Umsetzung der geplanten Maßnahmen noch in diesem Jahr begonnen werden. Vor Beginn der Badesaison im kommenden Jahr sollen die Arbeiten dann fertiggestellt werden.

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