Fahrer leicht verletzt

A 45 nach Lkw-Unfall für siebeneinhalb Stunden gesperrt

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Ein Lkw aus Hamm hat am Freitagmorgen auf der A 45 an der Anschlussstelle Meinerzhagen ein Brückengeländer durchbrochen.

[Update, 16.45 Uhr] Meinerzhagen/Lüdenscheid - Die A 45 war am Freitag in Fahrtrichtung Siegen für rund siebeneinhalb Stunden zwischen Lüdenscheid-Süd und Meinerzhagen gesperrt. Ein Lkw aus Hamm hatte am Morgen an der Anschlussstelle Meinerzhagen ein Brückengeländer durchbrochen. Er drohte, auf die darunter liegende L 539 zu stürzen. 

Um 6.48 Uhr fuhr ein 38-jähriger Lkw-Fahrer aus Bergkamen mit seinem Sattelzug auf der A 45 in Richtung Frankfurt. Vermutlich aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit kam der Lkw an der Anschlussstelle Meinerzhagen nach rechts von der Fahrbahn ab.

Der Sattelzug knickte ein und durchschlug mit der Hinterachse der Sattelzugmaschine die Schutzplanken und das Brückengeländer oberhalb der L 539. Dabei blieb die Zugmaschine so hängen, dass sich das Führerhaus noch auf der Brücke befand. Ein Teil des Aufliegers ragte jedoch über die Fahrbahnfläche hinaus und drohte auf die Landesstraße zu stürzen. Der 38-jährige Fahrer konnte sich leicht verletzt aus dem Führerhaus retten. Er wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht. 

Vollsperrung ab Lüdenscheid-Süd

Um einen Absturz des Lkw auf die L 539 zu verhindern, musste die A 45 ab Lüdenscheid- Süd in Richtung Frankfurt gesperrt werden. In Folge dessen bildeten sich kilometerlange Staus auf der A 45 und allen möglichen Umgehungsstraßen. Ab 11 Uhr wurden die Verkehrsteilnehmer, die in der Vollsperrung zwischen Lüdenscheid-Süd und Meinerzhagen festsaßen, einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt.

Lkw-Unfall an der Autobahnauffahrt Meinerzhagen

Zeitgleich hatten die 25 Einsatzkräfte des Feuerwehr- Löschzuges 1 aus Meinerzhagen alle Hände voll zu tun, um den havarierten Laster aus Hamm zu sichern. An Bord befanden sich 21 Tonnen Tiefkühlwaren. Das gelang jedoch bis zum Eintreffen des Autokranes, mit dessen Hilfe das Unfallfahrzeug schließlich gegen Mittag geborgen werden konnte. Das besorgte das heimische Unternehmen Kamrath.

Tank beschädigt

Ein weiteres Problem: Bei dem Unfall war der Tank des Lkw beschädigt worden. Der darin befindliche Kraftstoff "regnete" auf die darunter befindliche Landstraße 539, die auch deswegen gesperrt werden musste. Durch den Dieselregen wurde das Stoffdach eines Fiat beschädigt. Der Fahrer, ein 58-jähriger Meinerzhagener, fuhr im Moment des Unfalls unter der Brücke hindurch. Auch auf der Landstraße bildete sich rasch ein mehrere Kilometer langer Stau. Erst am frühen Abend konnte die L 539 wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Um die fachgerechte Entsorgung des Diesels kümmerte sich das Unternehmen Lobbe. Es entstand ein geschätzter Sachschaden von mindestens 51.000 Euro.

DRK verteilte Decken und Getränke

Neben der Feuerwehr – auch aus Lüdenscheid – und der Polizei war auch das Meinerzhagener DRK vor Ort. Acht Helfer versorgten die Einsatzkräfte mit Getränken. Auf der bis gegen 14.30 Uhr gesperrten Autobahn, wo der Rückstau auf bis zu 30 Kilometern angewachsen war, sorgten weitere Mitarbeiter des Roten Kreuzes für die Versorgung der Fahrzeuginsassen, die stundenlang im Stau ausharren mussten. Sie verteilten ebenfalls Getränke, außerdem wurden Decken ausgegeben.

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