Hardenberg: Lückenschluss für Wohnraum

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Herrliche Lage auf sauerländischer Höhe. Hardenberg bietet noch einige, wenige Flächen für den Hausbau. Damit dieser auch realisiert werden kann, soll entsprechendes Planungsrecht verabschiedet werden.

Meinerzhagen - Wohnraum kann nicht nur in Neubaugebieten geschaffen werden – auch ländliche Regionen verfügen noch über Bauplätze, die aber nur über sogenannte Ergänzungssatzungen erschlossen werden können. Einer solchen stimmte der Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am Dienstag für die Ortslage Hardenberg zu.

Einen klassischen Lückenschluss gab es zuletzt auch im Innenstadtbereich: An der Heerstraße, kurz vor dem Eisenbahnviadukt, wurde auf einer relativ kleinen Grundstücksfläche vor einiger Zeit ein Wohnhaus errichtet. Ein sichtbares Zeichen dafür, dass Wohnraum nicht nur in den neuen Baugebieten, wie derzeit in Werlsiepen, entsteht.

In solchen, durch entsprechende Bebauungsplänen geordneten Bereichen, ist der Verfahrensweg für den Bau des Eigenheimes relativ einfach. Die mit den Vorgaben des Planungsrechts abgestimmten Bauanträge werden gestellt und im Normalfall recht zügig vom Märkischen Kreis genehmigt.

In Flächengemeinden wie Meinerzhagen, mit seinen zahlreichen Siedlungsbereichen in landschaftlich schöner Lage außerhalb der Innenstadt, gibt es darüber hinaus noch andere Möglichkeiten. Um dort die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, bedient man sich der sogenannten Ergänzungssatzungen. In der gestrigen Ausschusssitzung ging es unter anderem um den Aufstellungsbeschluss einer derartigen Satzung für die Ortslage Hardenberg. Die Initiative hierzu war von dort wohnenden Grundstückseigentümern ausgegangen, welche noch weitere Flächen zur Verfügung haben.

Da im wirksamen Flächennutzungsplan der Stadt Meinerzhagen in Hardenberg ohnehin noch kleinere, bisher unbebaute angrenzende Außenbereichsflächen als „Baufläche“ dargestellt werden, hatte die Verwaltung die entsprechende Beschlussvorlage vorgelegt. Mit in die Entscheidung hierzu war eingeflossen, dass die „betroffenen“ Anwohner für die Kosten der Planung einstehen wollen.

Speziell zu dieser Tatsache erwähnte Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar im Gespräch mit der MZ, dass „die Stadt in der Vergangenheit des Öfteren, nicht nur bei Vorhaben- und Erschließungsplänen, bei denen der jeweilige Investor die Planungs- und Verfahrenskosten ohnehin trägt, sondern auch wie jetzt in der Angelegenheit Hardenberg, die Nutznießer der Regelungen an den Kosten beteiligt hat beziehungsweise werden sollen“. Dabei ergänzt er, dass dies besonders in den Fällen, in denen die Initiative von den Anwohnern ausgegangen ist, bisher der Fall war. Eine für beide Seiten nützliches Vorgehen, dem der Ausschuss einhellig zustimmte.

Damit sind weitere Bauvorhaben in Hardenberg durchaus möglich: Wie Friedrich Rothaar auf Nachfrage Karl Hardenackes (Grüne) im Ausschuss erklärte, gebe es neben den drei in Frage stehenden Anfragen sieben bis acht weitere Baulücken, die sich – nach dem für 4. Oktober geplanten Ratsbeschluss – schließen ließen. -  jjh/zach

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