Ascheplatz soll dem RSV als Ausweichfläche dienen

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Der Ascheplatz an der Oststraße wurde wieder hergerichtet und könnte dem RSV Meinerzhagen als Ausweichstrainingsmöglichkeit dienen. Die Tornetze sind allerdings bislang noch kaputt.

Meinerzhagen -  „Kampfbahn C“ ist die Fachbezeichnung der Bezirkssportanlage an der Oststraße. Dazu gehört auch der Ascheplatz oberhalb des Kunstrasenplatzes, wo theoretisch auch Leichtathletikdisziplinen wie Speerwurf oder Hammerwurf durchgeführt werden könnten. Praktisch genutzt wurde der Platz indes in jüngster Vergangenheit nicht – auch nicht zum Fußball spielen. Das könnte sich nun aber auch wieder ändern – theoretisch.

In den vergangenen Monaten machte der Tennenplatz einen eher heruntergekommenen Eindruck. Auch die Umzäunung war zerstört worden, ein Teilstück des Metallzaunes fehlt immer noch. Eine Anfrage im Sportausschuss, den Platz als Bolzplatz zu nutzen, war im Jahr 2015 abgewiesen worden. In den vergangenen Wochen hat sich auf dem Gelände einiges getan. Der Platz wurde abgezogen und ist nun wieder eben, Unkraut wurde entfernt. „Wir haben die Anlage wieder spielfähig hergerichtet“, berichtet Heinz-Gerd Maikranz. Man wolle damit dem RSV Meinerzhagen eine Ausweichmöglichkeit bieten, wenn es an Wochenspieltagen eng wird im Stadion. Denn einschränken müssten sich die Mannschaften durchaus, erklärt der Fachbereichsleiter, vor allem, wenn in den älteren Jugendklassen in der Woche beispielsweise Pokalspiele stattfänden. „Bevor die anderen Mannschaften dann gar nicht trainieren, könnten sie auf den Ascheplatz ausweichen,“ so Maikranz.

Dass auf dem Gelände ein Kunstrasenplatz errichtet werden könnte, ist aber aus seiner Sicht aufgrund der finanziellen Situation der Stadt „aus eigener Kraft“ nicht realisierbar.

Für Winfried Hösel, Jugendleiter des RSV Meinerzhagen, kommt der Ascheplatz als Ausweichmöglichkeit allerdings „nur im äußersten Notfall“ in Betracht. Er wolle ihn als Ausweichfläche nicht ausschließen, „aber für die Kinder wäre der Ascheplatz sehr gewöhnungsbedürftig“, so Hösel. Für ihn spielt auch die Verletzungsgefahr eine Rolle, die auf dem Tennenplatz höher sei. Bei schlechtem Wetter sei der Platz außerdem erheblich schlechter zu bespielen. Bisher behelfe man sich an Wochenspieltagen, indem beispielsweise hinter dem Tor trainiert werde. Bei den jüngeren Mannschaften werde zudem nicht die gesamte Fläche für Spiele benötigt.

Dass es an manchen Traningstagen aber zuweilen eng wird im Stadion an der Oststraße, ist dem Vorstand des Vereins durchaus bewusst. „Vor allem im Jugendbereich wird es schon schwierig, wenn mehrere Mannschaften auf einer Platzhälfte trainieren“, beschreibt Dirk Rebein, Vorsitzender des RSV Meinerzhagen. Den Jugendlichen bessere Trainingsmöglichkeiten zu bieten, sei daher ein Hauptkriterium bei den Ideen, ein Kleinspielfeld unterhalb des Kunstrasenplatzes oder auf dem Ascheplatz zu errichten. Bisher seien es aber lediglich nur interne Überlegungen, betont Rebein. Um solch ein Projekt stemmen zu können, müssten auch die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden.

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