Vandalismus an der Ebbehalle

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Mit roher Gewalt schafft man auch den dicksten Pfahl. Die Vandalen zerstörten sowohl die massive Einfriedung am Containerplatz als auch den Zaun im Bereich der Vogelstange.

Valbert - Ein verärgerter Hausmeister und eine Mitarbeiterin des Jugendtreffs, die sich in der gleichen Stimmung befand – das war das Bild, das sich beim Ortstermin an der Ebbehalle bot. Der Grund für die schlechte Stimmung: Vandalismusschäden und Müll an Valberts Mehrzweckhalle.

Weder für Anika Turck, sie leitet im Team mit Olga Berg den Valberter Jugendtreff, noch für Dirk Böhler als zuständigem Hausmeister war der sich bietende Anblick neu. Müll und Scherben rund um die Skateranlage, abgebrochene, massive Holzbalken an den Einfriedungen und Schmierereien – all das war zu entdecken.

„Wir erleben es mehr oder weniger regelmäßig, dass sich bei besserer Witterung die Jugendlichen dort versammeln. Die sich daraus leider offensichtlich ergebenden Auswirkungen verärgern uns sehr“, so Fachbereichsleiter Heinz-Gerd Maikranz auf Nachfrage der MZ.

Dabei ist nicht nur der finanzielle Aspekt ein Grund für den Ärger. Vielmehr ist es die Tatsache, dass die Jugendlichen die extra für sie hergestellten Anlagen und deren Umgebung selbst beschädigen oder ganz zerstören. In letzter Konsequenz könnte dieses Fehlverhalten dazu führen, bestimmte Bereiche komplett abzusperren.

Derzeit stellt man im Rathaus aber noch keine derart grundsätzlichen Erwägungen an, sondern überlegt andere Möglichkeiten, die Angelegenheit besser in den Griff zu bekommen.

Wer Angaben zu den Übeltätern machen kann, sollte sich bei der Stadt Meinerzhagen melden. Denn letztendlich handelt es sich um Steuergelder, die für die Schadensbeseitigungen ausgegeben werden müssen.

Im Meinerzhagener Stadtgebiet ist es ansonsten nach Auskunft der Kripo zurzeit eher ruhig – jedenfalls sind keine größeren Schäden durch Vandalismus bekannt. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Wie berichtet, hatten sich vor Monaten Anlieger darüber beschwert, dass Auf der Freiheit regelmäßig randaliert wurde. Dort hatten Unbekannte beispielsweise die Holztore des alten Bolzplatzes abgebrochen und in einem Lagerfeuer verbrannt. Die Stadt reagierte und blockierte mit großen Steinen die Zufahrt zu dem Gelände. Seitdem, so die Kripo, sei dort von Vandalismus nichts mehr bekannt.

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