Handwerker haben keine Zeit für Sommerferien

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Die Glasbausteine, die bislang Licht in die Sporthalle der Bismarckschule ließen, werden ausgetauscht. An ihre Stelle kommen neue Fenster. Damit soll Feuchtigkeitsbildung verhindert werden.

Kierspe - Neue Fassaden, Fenster und Dämmung für die Gesamtschule, ein saniertes Dach fürs Bürgerzentrum, neue Fenster für die Bismarckschule und Dämmung für die Pestalozzischule – in den Ferien wird wieder massiv an den Schulgebäuden der Stadt gearbeitet. Aber nicht alle Arbeiten werden bis Ferienende fertig sein.

Seit Jahren ist die Gesamtschule das Ziel von Handwerkern während der Sommerferien. Musste über viele Jahre der Brandschutz verbessert werden, sind nun energetische Maßnahmen an der Reihe – neben einer regelmäßigen Erneuerung der Räume im Inneren.

Die vielen Jahre, in denen verschiedene Planer an der Schule gearbeitet haben, haben ihre Spuren hinterlassen. Immer neue Materialien treffen auf die ursprünglichen. So ist mit den Jahren ein bunter Mix entstanden, der den einheitlichen Charakter massiv beeinträchtigt hat. Damit ist jetzt wohl Schluss. Alle Elemente, die in der jüngeren Vergangenheit angebracht wurden, haben die gleiche Bauweise und den gleichen Farbton. So ist das auch bei den Vorhandfassaden, die nun an der Nordseite angebracht werden. Versehen mit einer Dämmschicht, die die Energiebilanz des Gebäudes verbessern soll.

Durch einige Fenster der Gesamtschule ist ein Blick nicht mehr möglich. Die vorbereitenden Arbeiten für den Austausch laufen bereits. Die neuen Fenster kommen im Herbst.

Im unteren Bereich der neuen Fassade wurde dann auch noch gleich ein Material gewählt, das nach einem „Sprayer-Angriff“ leichter zu reinigen ist und auch Gewalteinwirkung widersteht. Im A-Turm wird der Einbau neuer Fenster vorbereitet, da die bisherigen mit den Jahren blind und undicht geworden sind. Rund 155 000 Euro wird diese Sanierung kosten. „Die Elemente werden jetzt gefertigt, aber erst in den Herbstferien eingebaut“, erklärt Stadtplaner Rainer Schürmann.

Im B- und C-Turm werden im Rahmen der PCB-Sanierung neue Innendecken in die Klassenräume eingebaut. Eine abschließende Messung soll dann im Herbst Klarheit über die Belastung mit den nicht ungefährlichen Chlorverbindungen geben. Darüber hinaus werden noch Türen ausgetauscht und deren Schließmechanismus an die Brandmeldezentrale angeschlossen.

Im Süden sind bereits neue Fassaden angebracht worden. Diese sind im unteren Bereich stabil und reinigungsfreundlich.

Ein paar Meter weiter wird das Dach des Bürgerzentrums saniert und auch an der neuen Sporthalle tut sich was. Dort war durch das Weglassen von Baumaterialien eine Giebelwand massiv geschädigt worden (die MZ berichtete). Nun soll dort ebenfalls eine Vorhandfassade – mit entsprechender Dämmung – aufgebracht werden. „Zuvor mussten dort aber spezielle Dübel getestet werden, mit denen die Fassade befestigt werden kann. Nun muss noch berechnet werden, wie viele dieser Dübel gebraucht werden, dann kann mit der Arbeit begonnen werden“, sagt Schürmann.

Er teilt auch mit, dass diese Hallenseite eine andere Farbe bekommt: „Da sich das Orange verfärbt hat, mussten wir eine andere Farbe wählen. Wir haben uns dann für das gleiche Grau wie an den neuen Fassaden der Türme entschieden.“

 Um in Zukunft eine Feuchtigkeitsbildung in der Turnhalle an der Bismarckschule zu verhindern, werden dort die Glasbausteine entfernt und durch Fenster ersetzt. Darüber hinaus wird an der Lüftungssteuerung gearbeitet und die Halle bekommt eine Dämmung. Ein Teil des Gebäudes wird mit einem neuen Foliendach belegt und der Altbau wird neu gestrichen – natürlich in grau. Neue gedämmt wird auch an der Pestalozzischule. Dort bekommen elf Klassenräume einen neuen Fußboden in Form einer Verlaufsbeschichtung.

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