Großeinsatz für die Feuerwehr

Brand in Kierspe: Rauchmelder wird zum Lebensretter

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[Update 14.30 Uhr] Kierspe - Großeinsatz am Freitagmorgen am Birkenweg in Kierspe. Hier brannte eine Wohnung. Vier Bewohner mussten vom Rettungsdienst behandelt werden. Zwei Kinder kamen zur weiteren Beobachtung ins Klinikum in Lüdenscheid. 

Um 8.43 Uhr wurde die Wehr mit dem Hinweis auf einen Gebäudebrand alarmiert. Vorsichtshalber wurden gleich drei Löschzüge (1, 2 und 4) zum Brandort beordert, darüber hinaus auch die Drehleiter aus Meinerzhagen und der sogenannte Abrollcontainer „Atemschutz“ aus dem Oberbergischen Kreis. 

Letztlich war diese Unterstützung aber nicht notwendig, da die Bewohner die Wohnung bereits verlassen hatten, nachdem sie durch einen Rauchmelder auf den Brand aufmerksam wurden. 

Um den Wasserschaden in dem Gebäude mit seinen sechs Wohneinheiten so gering wie möglich zu halten, wurde ein Hohlstrahlrohr mit geringer Wasserleistung, wie es im Feuerwehr-Deutsch heißt, eingesetzt. 

Vorsorglich wurden auch alle anderen Wohnungen evakuiert. 

Nach dem Ende der Löscharbeiten und einer sorgfältigen Belüftung konnten zumindest die Bewohner der fünf nicht durch den Brand betroffenen Wohnungen wieder zurück. Die Mieter der durch das Feuer beschädigten Wohnung müssen nun erst einmal bei Freunden einziehen. 

Dann nahm die Kriminalpolizei die Ermittlungen auf und zog noch einen Sachverständigen hinzu. 

Nach ersten Erkenntnissen ist wohl Fahrlässigkeit als wahrscheinlichste Ursache anzusehen. 

Um für die Brandursachenermittlung wichtige Spuren nicht zu zerstören, war ein Teil des Mobiliars nicht verrückt worden. Da Unsicherheit herrschte, ob sich in diesem Bereich noch Glutnester befanden, blieb ein Teil der Wehr auch nach dem Ende der Löscharbeiten vor Ort. 

Der Birkenweg war für knapp zwei Stunden im Bereich des betroffenen Hauses gesperrt. Eingesetzt waren insgesamt 52 Wehrleute, die mit neun Fahrzeugen angerückt waren. Darüber hinaus waren die Polizei, das DRK Kierspe, der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und Notärzte vor Ort.

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