Radweg: Kommunen pflegen, der Bund zahlt

Radweg: Kommunen pflegen, der Bund zahlt

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Nur an einigen Stellen wird der Radweg direkt an der B 54 entlanggeführt.

Volmetal - Der Volmetalradweg, als parallel zur B 54 verlaufender Radweg von Meinerzhagen nach Schalksmühle, ist eines der wichtigsten Leitprojekte der Regionale. Thema wird dieser Weg auch bei dem Treffen der Planungsausschüsse der Volmetalkommunen am Donnerstag, 26. März, ab 18 Uhr im PZ der Gesamtschule in Kierspe sein.

Von Johannes Becker

Der Radweg mit einer Gesamtlänge von rund 23 Kilometern verknüpft sämtliche Bahnhöfe miteinander. Die entlang der Strecke befindlichen Haltepunkte sollen mit Radstationen und GPS-Infopunkten ausgestattet und als Radbahnhöfe klassifiziert werden.

Der neue Radweg schließt eine Lücke im Radwegenetz der Region. Er trennt außerdem den immer weiter zunehmenden Radverkehr von dem Kraftfahrzeugverkehr auf der Bundesstraße. Aufgrund der Geländegegebenheiten und der Enge im Bereich der Volmestraße wird ein Großteil des neuen Weges abseits der Bundesstraße verlaufen. Das hat den Nebeneffekt, dass die Attraktivität des neuen Weges deutlich gesteigert wird.

Finanziert wird der Volmetalradweg vom Bund, der damit auch das Ziel verfolgt, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den Verkehr zu „verflüssigen“, wie es in einer Verwaltungsvorlage heißt. Dort steht auch: „Insgesamt ist der radverkehrliche und touristische Wert einer durchgehenden Radwegverbindung als Volmetalradweg für die anliegenden Kommunen von hoher, auch wirtschaftsfördernder Bedeutung. Deshalb liegt der Bau eines durchgehenden Radweges zugleich im Interesse des Baulastträgers der B 54 und der Anliegerkommunen.“

Das Konzept des neuen Weges wurde vom Büro ASS in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kommunen, dem Märkischen Kreis, Straßen.NRW und der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) erarbeitet. Die Realisierung des Projektes soll in Teilschritten erfolgen, die sich insgesamt über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren erstrecken. Straßen.NRW führt die Planung, den Grunderwerb und den Bau der Abschnitte in eigener Zuständigkeit durch und trägt sämtliche Kosten – allerdings nur dort, wo der Radweg direkt an der Straße verläuft.

Die fünf Kommunen Meinerzhagen, Kierspe, Halver, Lüdenscheid und Schalksmühle übernehmen Planung und Baudurchführung der straßenfernen Teilstücke in eigener Regie. Die Aufteilung der Lasten müssen die Kommunen untereinander regeln. Wobei die Baukosten auch für diese Abschnitte von Straßen.NRW übernommen werden. Die Kommunen müssen lediglich die Kosten der Verwaltungsleistungen tragen.

Bevor aber die Bagger anrollen können, muss die Trasse des neuen Volmetalradweges vermessen werden, die Umweltverträglichkeitsuntersuchung abgeschlossen sein und eine technische Vorplanung erfolgen. Die Kosten dafür übernimmt ebenfalls Straßen.NRW. Genauso wie auch die anschließend notwendige bauliche Unterhaltung des Radweges. Die betriebliche Unterhaltung wie Reinigung, Verkehrssicherung und ein eventueller Winterdienst muss von den Kommunen getragen werden.

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