Neue Schilder sollen ab 2017 den Weg weisen

Der Schleiper Hammer ist bereits jetzt gut ausgezeichnet. Vor Ort erklärt sogar ein Schild die Bedeutung und Geschichte des historischen Gebäudes. - Fotos: Becker

Kierspe - Wer als Ortsfremder in Kierspe die Schanhollenschule sucht, muss nach dem Ausschlussprinzip vorgehen, wer die Bismarkschule finden möchte, wird wohl ohne die Hilfe von Ortskundigen nicht zum Gebäude finden, doch derjenige, der sich die Ausstellung im Fritz-Linde-Museum ansehen möchte, der kann das kleine Museum nicht verfehlen – jedenfalls dann nicht, wenn er der Beschilderung folgt.

Ein Jahr ist es her, da wandte sich die SPD-Fraktion an den Rat, um einen Beschluss zu erwirken, die Beschilderung, die auf öffentliche Gebäude, Sehenswürdigkeiten und Sportanlagen hinweist, zu verbessern. Im Spätherbst des vergangenen Jahres beauftragte dann der Hauptausschuss die Verwaltung ein „Schilderkonzept“ zu erarbeiten. Dieses liegt mittlerweile vor und wird heute im Hauptausschuss, der ab 17 Uhr tagt, vorgestellt.

In der Ausschussvorlage ist zu lesen, dass in dem Konzept die vorhandene Beschilderung dokumentiert sei und dass es durchaus Gebäude gebe, die anhand der vorhandenen Beschilderung gut zu erreichen seien, doch es gebe auch Ziele, bei denen die Beschilderung ergänzt werden müsse und andere, für die erst noch eine Beschilderung konzipiert werden müsse. Die Verwaltung schlägt vor, mit der ergänzenden Beschilderung innerhalb des Stadtgebietes zu beginnen, da außerhalb des Stadtgebietes eine Genehmigung des Landesbetriebes Straßen.NRW eingeholt werden müsse.

Als ausreichend wird die Beschilderung angesehen für die Ziele Schleiper Hammer, Bakelitmuseum, Fritz-Linde-Museum, Sparkassen Natur-Arena und Gesamtschule. Wobei die Verwaltung darauf hinweist, dass es keine weitere Beschilderung für das PZ gebe und dafür drei Schilder notwendig seien. Auf die Fußballgolfanlage sollen in Zukunft vier weitere Schilder – neben dem Schild an der Anlage – hinweisen, gleiches gelte auch für die Bibliothek, wo allerdings zwei Schilder ausreichen würden. So setzt sich der Katalog fort, der auflistet, wie viele Schilder notwendig seien, um den Suchenden Orientierung zu geben, wenn sie sich auf den Weg zur Sporthalle, zum Stadion, Hallenbad, zur Bismarckschule, Pestalozzischule, Schanhollenschule, Servatiusschule und den beiden Jugendzentren befinden.

Bei den Grundschulen wird es wohl jedem ortsunkundigen Besucher schwer fallen, diese zu finden. So gibt es an der Einmündung der Otto-Ruhe-Straße auf die Friedrich-Ebert-Straße ein Schild, das auf das Schul- und Sportzentrum sowie das Hallenbad hinweist, da derzeit aber noch ein Schild an der Schanhollenschule fehlt, muss der Suchende nach dem Ausschlussprinzip vorgehen. Möglich wird das durch einen entsprechenden Hinweis an der Gesamtschule. Bismarck-und Pestalozzischule verfügen zwar über Schilder an den Gebäuden, doch an der Friedrich-Ebert-Straße fehlt jeder Hinweis – jedenfalls derzeit noch.

Denn nach dem Vorschlag der Stadtverwaltung soll die fehlende Beschilderung im Jahr 2017 erstellt beziehungsweise ergänzt werden, da in diesem Jahr keine Mittel für dieses Projekt in den Haushalt eingestellt worden seien. Darüber hinaus regt die Verwaltung an, über eine ergänzende Beschilderung erneut nachzudenken, wenn die Bahnstrecke in Betrieb gegangen und der Volme-Freizeitpark eröffnet seien.

Umsonst sind die neuen Hinweise natürlich nicht zu bekommen, allerdings halten sich die Kosten in Grenzen, da man die Aufstellung mit eigenem Personal erledigen will. So werden für die Hinweisschilder 60 Euro veranschlagt, was bei 19 Schildern einen Betrag von 1215 Euro ausmacht, wobei ein zusätzlicher Pfosten für 75 Euro bereits eingerechnet ist. Fünf weitere Schilder an Gebäuden schlagen mit ingesamt 1000 Euro zu Buche. Da auf dem Gesamtschulgelände ein zusätzlicher Schilderbaum aufgestellt werden soll und auch die Anbringung der anderen Schilder einige Zeit in Anspruch nimmt, werden die Personalkosten auf 864 Euro geschätzt.

Insgesamt geht die Verwaltung von Kosten in Höhe von 3079 Euro aus, die sich um 120 Euro verringern würden, wenn sich der Marketingverein an den Kosten für die Schilder für die Fußballgolfanlage beteiligt, was dieser bereits zugesagt hat.

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