Ärger über wilde Müllkippen

Eine wilde Müllkippe an der L 528 (Abzweig Feld).

Kierspe -   Wilde Müllkippen sieht man immer wieder – egal ob im Kerspetal, an der L 528 in Richtung Halver oder anderswo. Doch warum manche ihren Müll einfach am Straßenrand und im Wald abladen, dafür hat Klaus Müller, zuständig bei der Stadtverwaltung für Abfallentsorgung, keine Erklärung. „In Kierspe braucht niemand seinen alten Kühlschrank in der Natur zu entsorgen. Die Regelungen zur Abfallentsorgung sind in der Stadt beinahe paradiesisch. Müll kann quasi an 365 Tagen fachgerecht entsorgt werden.“

An den Öffnungszeiten des Bauhofs, wo die Bürger mittwochs zwischen 16 und 17.30 Uhr und freitags und samstags von 14 bis 17.30 Uhr ihren Grünschnitt oder Elektroschrott kostenlos abgeben können, kann es also nicht liegen. Auch ein etwaiger langer Anfahrtsweg kann nicht das Problem sein. Ein Anruf bei ihm reiche und die Mitarbeiter des Bauhofs holen sperrige Abfälle direkt vor der Haustür ab, erklärt Müller. „Zwar müssen die Bürger Bauschutt privat entsorgen. Aber selbst da können wir helfen. Wir können etwa auf Firmen verweisen, die auch kleinere Mengen abholen.“

Dennoch kommt es immer wieder vor, dass der Stadt wilde Müllablageplätze gemeldet werden. „Wir bekommen Hinweise von Wanderern oder Reitern. Aber auch ich als Motorradfahrer sehe manchmal illegal entsorgte Gegenstände am Wegesrand. Wenn das in unserem Befugnisbereich vorkommt, dann kümmern wir uns auch sofort darum. Wir wollen verhindern, dass dort noch mehr entsorgt wird.“ Die Situation in der Volmestadt sei nicht so dramatisch, wie in anderen Kommunen im Umkreis, aber auch Müller erinnert sich an manch besonders dreiste Müllsünder. „In der vergangenen Woche wurde jemand bei der illegalen Entsorgung von Bauschutt gestört. Daraufhin versuchte der Mann mit dem Auto abzuhauen, fuhr dabei aber ein Verkehrsschild um und flüchtete schließlich. Gefasst wurde er trotzdem und das Ganze hat nun ein teures Nachspiel. Er hätte nur bei mir anrufen müssen. Da wäre er preiswerter davongekommen.“

Besonders ärgerlich seien die wilden Müllkippen für Waldbesitzer, erklärt Müller. Diese bleiben nämlich größtenteils auf den Entsorgungskosten sitzen. „Vor einiger Zeit wurden mal 200 bis 300 alte Autoreifen gefunden. Das wurde für den Eigentümer des Grundstücks richtig teuer. Ein dickes Problem seien auch osteuropäische Schrottsammler, die ihre „Beute“ am Waldrand aussortieren.

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