Über zahlreiche Wildkräuter mit heilender Wirkung informiert

+
Hier das Gänseblümchen, dort die Taubnessel, es gab viel zu erklären auf dem kurzen "Besenritt" über den Sauerland-Höhenflug.

Kierspe - Nicht nur Frauen waren zu dem „Besenritt am Höhenflug“ gekommen, auch ein Mann traute sich zu der Exkursion durch die Natur mit der ausgebildeten Kräuterpädagogin und Kräuterhexe Karola Wolff.

Schallershaus mit Blick auf die Meinerzhagener Mattenschanze war der Treffpunkt der kleinen Gruppe, die bei dieser Wanderung nicht aus dem Staunen herauskam.

Was vorher noch als Unkraut im Garten mühselig bekämpft wurde, stellte sich bei dieser Wanderung als Heilkraut heraus. Hier das Gänseblümchen, dort die Taubnessel, und nur ein paar Schritte weiter der Girsch. Nach diesem „Besenritt“ am Sauerländer Höhenflug sahen die Teilnehmer die Wildkräuter in einem anderen Licht.

„Das Gänseblümchen ist gut für einen Gute-Laune-Tee“, informierte Karola Wolff. „Doch auch Kinder, die keinen Tee mögen, kann man mit ihnen überzeugen.“ Dafür werden geschlossene Gänseblümchen getrocknet. Setzt man sie dann auf den heißen Tee, öffnen sich die kleinen Blüten wie von Zauberhand.

Auch die Taubnessel ist vielseitig: Ihre Blüten schmecken leicht süßlich und als Tee hilft die Pflanze bei krampfartigen Beschwerden.

Hasenschokolade und Storchenschnabel

Das echte Laabkraut kann sogar für die Käsezubereitung verwendet werden und unterscheidet sich von dem unechten dadurch, dass dieses nicht klebt. „Kleine Duftkissen mit den Blüten des echten Laabkrautes sind ein schönes Mitbringsel“, betonte Karola Wolff zudem. Löwenzahn, Hasenschokolade, oder auch Wiesen-Bärenklau, Brennnessel und Storchenschnabel – die kleine Gruppe war noch nicht weit gewandert und hatte schon all diese Wildkräuter entdeckt und viel über ihre Eigenschaften und Heilwirkungen von Karola Wolff erfahren.

Sogar Indianerpflaster gab es im Wald zu finden – etwas, das Kinder begeistern wird. Wie dieses Indianerpflaster angefertigt wird, zeigte Karola Wolff den Teilnehmern. Sie nahm ein Spitzwegerichblatt, zerrieb es, legte es auf die „Wunde“, deckte es mit einem weiteren Blatt ab und befestigte es mit einem Grashalm. So schnell ist das Indianerpflaster, welches überall im Wald sofort einsetzbar ist, fertig.

Dass die Wildkräuter nicht nur heilen, sondern auch sättigen können, lernten die Teilnehmer beim Abschluss des „Besenritts“. „Süße Sünde“ nannte Karola Wolff ihren Likör. Löwenzahngelee, Himbeergelee mit Sekt, Butter mit Kräutern und Muskatnussplätzchen nach einem Rezept der Hildegard von Bingen standen zum Probieren bereit – und mancher Teilnehmer war erstaunt, wie gut sie schmeckten.

Interessierte können sich über die Aktionen der Kräuterpädagogin und Kräuterhexe Karola Wolff im Internet unter der Adresse www.das-loewenzaehnchen.de informieren.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare