Volmefreizeitpark: Gestaltung startet im Juni

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Mit einem Erdbohrer ging es rund sechs Meter in die Tiefe. Danach setzten die Arbeiter der Firma Terratec ein Kunststoffrohr ein und verschlossen es mit einem Hydrantendeckel.

Kierspe - Im Moment herrscht auf dem Gelände des neuen Volmefreizeitparks noch Ruhe. Keine Maschinen und Bauarbeiter, sind dort im Einsatz. Dieser Zustand wird allerdings nur noch kurze Zeit andauern.

Denn nachdem im vergangenen Jahr abgeschlossenen ersten Bauabschnitt steht nun mit Beginn des nächsten Monats die Fortsetzung an. In dieser zweiten Phase geht es um die Gestaltung des Geländes und der Anlagen. Nach der Fertigstellung des Parks sollen besonders die Bäume, Stauden und Blumen den Wohlfühlcharakter des Geländes hervorheben und neben den geplanten Aktionsflächen für Verweilorte sorgen.

Im Juni steht ebenfalls der Aufbau der Brücke über das neue Bachbett der Volme auf dem Arbeitsplan. Was den vorgesehenen Zeitrahmen des Projektes angeht, ist man derzeit bei der Stadtverwaltung davon überzeugt, dass dieser eingehalten werden kann und zum Ende des Jahres alles fertig ist.

Am Donnerstag waren zwei Arbeiter der Firma Terratec aus Essen damit beschäftigt, an insgesamt vier Stellen auf dem Baustellengelände Tiefenbohrungen vorzunehmen. Bis zu sechs Meter tief fraß sich dabei der Bohrer in das Erdreich. Direkt im Anschluss daran wurden Kunststoffrohre eingesetzt und mit einem Hydrantendeckel versehen.

„An diesen Stellen können wir zukünftig problemlos Grundwasserproben entnehmen“, erklärt Karsten Seil, Sachgebietsleiter Tiefbau. Damit sei eine kontinuierliche Erfolgskontrolle der im Rahmen des Projektes durchgeführten Altlastensanierung möglich. Im Rahmen der Projektplanung lag den Verantwortlichen der Stadt bereits im September 2013 ein rund 500 Seiten umfassendes Altlastengutachten des Ingenieurbüros Mull und Partner aus Hagen vor.

Altlastengutachten bringt nichts unerwartetes ans Tageslicht

Was besonders für die Kiersper mehr oder weniger wahrscheinlich war, stand darin schwarz auf weiß: Abgesehen von mehreren weitgehend unbedeutenden Funden gab es einen größeren im Bereich der ehemaligen Firma Goseberg und Grashoff, der im Zusammenhang mit der von den Unternehmen betriebenen Galvanik steht. Auf ihm fand man unter anderem leicht flüchtige halogenierte Kohlenwasserstoffe wie Trichlorethen und Tetrachlorethen – Löschungsmittel beziehungsweise Kunststoff-Weichmacher.

Auf einer Fläche von rund 40 mal 50 Metern musste daher der Boden unter Schutzvorkehrungen – besonders für die Mitarbeiter – entsorgt werden. Danach konnte dann der eigentliche Landschaftsbau beginnen. Zudem gehörten letztendlich nicht nur die Verlegung der Volme und die Offenlegung eines weiteren Bachlaufes, sondern auch die Herstellung einer neuen Zufahrt zum Raiffeisenmarkt und der Abriss der alten Brückenzufahrt von der B 54.

Aktionsfläche erhöht Freizeitwert des Volmeparks

Mittlerweile fließt die Volme schon auf einer Länge von etwa 350 Metern abseits der vielbefahrenen Bundesstraße. Mit der noch entstehenden Aktionsfläche, auf der die Bürger sich vor allem beim Boulespielen, an Tischtennisplatten, auf der Skateanlagen, der Streetballfläche sowie dem Balancierparcours sportlich betätigen können, wird der Freizeitwert der Anlage gesteigert. Nach der Fertigstellung des etwa drei Hektar großen Parks gibt es zudem für die jüngeren Besucher eine Schaukel, ein Spielpfad und ein Klettergerüst.

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