Pommes und Co gibt´s in Rönsahl jetzt im Linienbus

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Einen gänzlich neuen Verwendungszweck fand dieser ehemalige Linienbus. Er wurde von Ivo Yigitbasi zu einem nicht alltäglichen Verkaufsraum für Pommes und Co umgestaltet.

Kierspe - Normalerweise sehen es Busfahrer und Passagiere nicht gerne, wenn Pommes und Currywurst im Bus verzehrt werden, doch in Rönsahl ist dieses Verbot außer Kraft gesetzt.

Mehr noch, die Anwohner und auch die Durchreisenden sind sogar aufgefordert, dort zu speisen. Denn dort steht ein ehemaliger Linienbus als „Imbissbude“. „Gar lecker ist ein Eis am Stiel, auch Fritten isst man gern und viel, doch leider gibt es oft Verdruss, bei dem Verzehr im Omnibus, wenn Eis und Fritten samt der Soße in Kurven hüpfen auf Nachbars Hose“, so war es viele Jahre in den Bussen zu lesen. Doch davon möchte Ivo Yigitbasi nichts wissen.

Denn sein Geschäftsmodell sieht genau diesen Genuss im Bus vor – und die Gefahr, dass die Pommes samt Soße auf der Hose landen, ist so gut wie ausgeschlossen. Denn sein Fahrzeug steht still – und das bereits seit einigen Wochen.

Alte "Verkaufshütte" musste weichen

Dass der Imbissbudenbesitzer zum Busgastronom wurde, ist dem Umstand geschuldet, dass seine alte „Verkaufshütte“ neben der Tankstelle in Rönsahl nach nahezu elf Jahren des Gebrauchs nicht mehr renoviert werden konnte und Yigitbasi samt seines Geschäfts sowieso hätte umziehen müssen.

Der neue Verkaufsraum für Brat- und Currywurst, Frikadellen, Chickenburger, Jägerschnitzel, Pommes und Salattaschen in allen möglichen Variationen und eben die ganze Palette, die in diesem Rahmen üblicherweise angeboten wird, weicht vom herkömmlichen Standard deutlich ab.

Bevor der Bus zur Bude wurde, war er viele Jahre im Personennahverkehr als Linien- beziehungsweise Schulbus im Einsatz. Nun rettete das alte Fahrzeug die Idee des Gastronomen vor der Schrottpresse. Mit dem Erwerb des immer noch fahrbereiten und vom Tüv abgenommenen Busses, zu dessen Fahrerlaubnis sogar der notwendige Führerschein erworben wurde, erfüllte sich Yigitbasi einen schon lange gehegten Wunsch. „

Komplettumbau des alten Linienbusses

Die Idee zur Einrichtung eines Partybusses stammt ursprünglich aus dem Internet und beschäftigt mich schon seit langem“, sagt der Mann, der sich, nachdem er vom Eigentümer des Stellplatzes grünes Licht für sein Vorhaben erhielt, sofort an die Arbeit machte und dem Bus ein nahezu gänzlich in Eigenleistung gestaltetes in weiten Teilen neues Outfit verpasste.

So wurde ein Teil des Innenraums unter teilweiser Verwendung der bereits vorhandenen Sitzgelegenheiten, hinzu kam jeweils ein selbst entworfener Tisch, so gestaltet, dass dort mehrere Gäste Platz finden und dort auch bei schlechtem Wetter speisen können.

Im vorderen Teil des Busses fanden die Verkaufstheke nebst den zur Herstellung der Speisen erforderlichen Gerätschaften und weitere Einrichtungsgegenstände Platz, und die Außenwand des Busses dient als Werbefläche. Hinsichtlich der Öffnungszeiten – täglich von 12 bis 20 Uhr – bei einem noch festzulegenden wöchentlichen Ruhetag passt sich der Betreiber denen der benachbarten Tankstelle an.

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