GSK: Neue Lüftung arbeitet nur noch nach Bedarf

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Rund 1,5 Millionen Euro kostet die neue Lüftungsanlage für die Gesamtschule, die bis spätestens November vollständig installiert sein soll.

Kiersper - Für 1,5 Millionen Euro bekommt die Gesamtschule eine neue Lüftungsanlage und damit eine technische Aufwertung, die kaum zu sehen und hoffentlich auch nie zu hören ist.

Auf Dauer erhofft sich die Stadt als Träger der Schule, trotz der immensen Investition, eine deutliche Einsparung bei den Heizkosten. Damit der riesige Kran überhaupt neben das Gebäude passte, musste zuvor neben dem Zufahrtsweg an der Rückseite der Schule der Weg deutlich verbreitert und viel Erde weggebaggert werden. Das Besondere des Krans neben seines 60 Meter langen Auslegers ist, dass sich dieser selbst aufbauen kann – und das innerhalb kurzer Zeit. Wobei sich auch die reine Arbeitszeit in Grenzen hielt. 

Denn letztlich mussten nur einige – wenn auch tonnenschwere – Lüftungsaggregate und Tragkonstruktionen auf das Dach der Schule gehoben werden. Dort musste der Kran die Aggregate dann noch einige Zeit in der Schwebe halten, damit diese auf speziellen Tischen aus Doppel-T-Trägern angeschlossen werden konnten. 

Die alten Aggregate, die seit der Errichtung der Schule ihren Dienst tun, fanden noch in speziellen Räumen auf dem Dach ihren Platz. Da jedoch die Zahl der neuen Geräte zugenommen hat, reichen die „Einhausungen“ nicht aus, so dass ein Teil der neuen Aggregate ohne Ummauerung seinen Platz auf dem Dach finden muss. 

Bevor die massiven Geräte verbaut werden konnten, mussten erst die Voraussetzungen geschaffen werden. Der Kies, der die alte Dachpappe vor der UV-Strahlung schützte, wurde entfernt. Anschließend wurden die Tische auf den Stahlträgern montiert, um die Last der Aggregate auf tragende Wände und Säulen im Inneren des Gebäudes zu verteilen. An einigen Stellen musste sogar die Photovoltaik-Anlage umgebaut werden, da der Schatten der neuen Geräte einen lohnenden Betrieb einiger Felder unmöglich gemacht hätte. 

Deutliche Kostensparnis trotz hoher Investition erhofft

Bislang saugte die Anlage die verbrauchte Luft einfach nur ab – und damit auch die Energie, die verwendet wurde, um diese Luft auf eine angenehme Temperatur zu erwärmen. Damit ist jetzt Schluss. Die neue Anlage arbeitet mit Wärmerückgewinnung, so dass weniger Heizenergie zur Verfügung gestellt werden muss. „Außerdem ist die neue Anlage bedarfsgesteuert. Durch Sensoren wird erkannt, wann ein Klassenraum genutzt wird, erst dann wird dort auch die Lüftung in Gang gesetzt“, erklärt Stadtplaner Rainer Schürmann. Dadurch erhoffe man sich eine deutliche Energieeinsparung. 

Angeschlossen werden die neuen Komponenten an das bestehende Rohrsystem, das allerdings zuvor gründlich gereinigt wurde. Zum Schluss wird dann noch die Steuerungstechnik in Betrieb genommen. Der größte Teil der Anlage soll nach den Sommerferien in Betrieb gehen. Die endgültige Fertigstellung soll bis November erfolgen. Die Kosten für die neue Lüftung muss die Stadt nicht ganz alleine übernehmen. Doch letztlich gibt es bei einer Investitionssumme von 1,5 Millionen Euro nur 190 000 Euro Förderung.

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