Shanty-Chor begeistert Publikum in der Brennerei

+
Mit zahlreichen bekannten Seemannsliedern begeisterte der Shanty-Chor Werdohl am Samstagabend seine Zuhörer in der Historischen Brennerei in Rönsahl.

Rönsahl - „Die Mannschaft ist an Bord, die Leinen los, und schon sticht das Schiff in See.“

Zumindest ein Hauch von echter Seeluft, zwischen den Zeilen manchmal auch ein gefühlter Touch von Seemannsgarn, schwang am Samstagabend zweifellos mit beim neuerlichen Auftritt des Shanty-Chors Werdohl in der Historischen Brennerei in Rönsahl.

Auf vielfachen Wunsch und aufgrund des nachhaltigen Eindrucks, den das Konzert im Vorjahr an gleicher Stelle hinterlassen hatte, waren die Werdohler „Binnenland-Seeleute“ erneut nach Rönsahl gekommen. Abermals hatten sie viele wohlklingende Seemannslieder mitgebracht, sehr zur Freude der auch diesmal wieder zahlreich erschienenen Zuhörer. Die nämlich ließen sich nicht lange bitten, sparten auch nicht mit reichlich Szenenbeifall und stimmten gleich von Anfang an mit ein, als „Lieder so schön wie der Norden“ erklangen.

Da war es nur zu natürlich, dass die Konturen zwischen den Sauerländer Bergen und der fernen Waterkant allmählich verschwanden und der tief in vielen Menschen schlummernden Sehnsucht nach allem, was mit der christlichen Seefahrt zu tun hat, Platz machten. Denn dass das Träumen an diesem Abend nicht nur gestattet, sondern ausdrücklich erwünscht war, kam in etlichen der in der Mehrzahl geläufigen eingängigen Liedtexte und Melodien zum Ausdruck. Breitgefächert war das Repertoire des Shanty-Chors aus dem Lennetal. Dabei bewegten sich die Sänger auf ihrer fiktiven musikalischen Seereise keineswegs nur im Bereich der Nordsee, sondern fühlten sich auch auf manch abenteuerlicher Kaperfahrt auf den Weltmeeren wohl.

Manch sehnsuchtsvolle Erinnerungen verbanden sich so mit den musikalischen Grüßen an die „Gelbe Rose aus Texas, die schönste Seemannsbraut, die man sich nur denken kann“. Der Liederreigen reichte bis zum Golf von Biskaya und von Hamburg nach Hawaii, beinhaltete den „Baltimore-Song“ ebenso wie die im letzten Moment vermiedene Begegnung mit dem von allen Seeleuten gefürchteten Klabautermann, um dann letztlich die ersehnte Heimkehr nach Hamburg, St. Pauli und der Reeperbahn einzuleiten. Mit mehreren Zugaben klang der gelungene Konzertabend in der Brennerei dann aus.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare