Betreutes Wohnen in Kierspe im Fokus

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Am Mittwoch bekamen die Bewohner der Wohngemeinschaft am Hammerkamp 99 Besuch von den Mitgliedern des Seniorenbeirates der Stadt Kierspe.

Kierspe - „Betreutes Wohnen“ war das Thema, mit dem sich der Seniorenbeirat der Stadt Kierspe bei seinem Treffen am Mittwoch beschäftigte.

So begaben sich die Mitglieder an den Hammerkamp, dort, wo derzeit zehn Senioren in einer Wohngemeinschaft wohnen und von den Mitarbeitern von Lilias Ambulantem Pflegedienst betreut und versorgt werden. Viele Fragen hatten die Beiratsmitglieder an Lilia Scholochow und die Pflegedienstleiterin Yvonne Brune. Doch bevor es in die Einzelheiten ging, berichtete die Inhaberin des Pflegedienstes, welche Motivation sie hatte, sich um Senioren zu kümmern. „Ich habe gedacht, es ist alles einfacher“, begann sie. „Meine Vorstellung war, alte Menschen zu betreuen und ihnen Liebe zu schenken.“

Danach gingen alle Anwesenden zum Kernthema des Treffens über. Die Senioren im Hammerkamp wohnen in Form einer Wohngemeinschaft zusammen. Sie haben Mietverträge und jeder hat sein eigenes Zimmer. Es wird zusammen gefrühstückt, das Mittagessen wird bestellt oder als Essen auf Rädern gebracht. Jeder ist da frei zu wählen. Kaffee und Kuchen sowie das Abendessen bietet das Haus an. „Schwere Pflegefälle nehmen wir auch auf. Bis Pflegestufe 3 kann man hier bei uns bleiben. Nur wenn jemand beatmungspflichtig wird, können wir das nicht leisten“, erklärte Scholochow. Es könne aber auch ein anderer Anbieter beauftragt werden.

Das Treffen des Seniorenbeirats stand unter dem Thema „Betreutes Wohnen“.

Betreut werden die Bewohner von einer Einzelbetreuungskraft. In dem Haus gibt es für die Senioren ein Wohnzimmer und einen Wintergarten als Gemeinschaftsräume. Gottesdienste werden hier von den örtlichen Geistlichen abgehalten und zum Tanztee werden die Senioren regelmäßig gebracht.

„Was war ihre Motivation, dieses Projekt zu beginnen?“, war die Frage von Werner Steinbach aus dem Seniorenbeirat. „Ich habe mir immer eine Oma gewünscht“, berichtete Scholochow. „Ich hatte aber keine. Ich habe meine Eltern gepflegt und als sie gestorben sind, wollte ich etwas in dem Bereich machen.“

Auf die Kosten eines Aufenthaltes angesprochen wurde angegeben, dass diese bei dieser Wohnform geringer seien als im Altenheim. In den Mietverträgen sei das Wohnen, das Essen und der Wohngruppenzuschuss enthalten. Des Weiteren gäbe es noch einen Vertrag mit dem Pflegedienst. „Wir haben hier einen festen Frühdienst und Spätdienst“, informierte Pflegedienstleiterin Yvonne Brune. „Auch nachts ist jemand da. Es ist keine Fachkraft. Bei Bedarf informiert sie sofort die Fachkraft, die Bereitschaft hat.“

Manuela Lellwitz stellt sich zur Wahl des Beiratsvorsitzes

Nach dem informellen Teil hatten die Seniorenbeiratsmitglieder die Möglichkeit, sich das Haus anzusehen. So war zu erfahren, dass die Senioren alle Einzelzimmer haben, drei von ihnen sogar in einer Größe von 28 Quadratmetern. Eigene Toiletten und Bäder haben die Bewohner nicht, es gibt Gemeinschafts-WCs und -bäder. Ein hausinterner Notruf ist in jedem Zimmer angebracht. Die Senioren bewohnen das Erdgeschoss und das Obergeschoss. Zum Obergeschoss führt ein Sitzlift.

Eine Kurzzeitpflege wäre hier nur möglich, wenn ein Zimmer frei ist. Auch eine Heimaufsicht kommt und schaut sich im Haus um. Zum Ende der Sitzung gab die Vorsitzende Helga Stahl bekannt, dass in der nächsten Sitzung ein neuer Vorsitzender für den Seniorenbeirat gewählt werden wird. Zur Wahl wird sich Manuela Lellwitz stellen, die sich kurz den am Mittwoch anwesenden Mitgliedern vorgestellt hatte.

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