Gesamtschüler überzeugen bei Premiere von „Alice im Wunderland“

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Viel Beifall erhielten die 18 Mädchen und Jungen des Literaturkurses der Qualifikationsphase 1 (Q1/Jahrgang 12) der Gesamtschule für ihre Aufführung von „Alice im Wunderland“ im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule.

Kierspe - Ein Jahr lang bereitete sich der Literaturkurs der Qualifikationsphase 1 (Q1/Jahrgang 12) der Gesamtschule auf seine Premiere des Stückes „Alice im Wunderland“ vor. Am Montagabend war es so weit. 18 Schülerinnen und Schüler spielten das komplette Stück vor Publikum – mit großem Erfolg.

„Am Anfang dieses Schuljahres hatten wir uns einige Stücke angesehen, die wir für unser Projekt aussuchen wollten“, erklärte Kursleiterin Andrea Heetmann-Thiel. „Wir hatten uns für ,Alice im Wunderland’ entschieden und seit einem Jahr haben 27 Mädchen und Jungen die Aufführung vorbereitet.“ Da wurde das Bühnenbild entworfen und erstellt, Kostüme mussten ausgesucht werden und viele Texte erlernt und bühnengerecht geprobt werden.

Doch so ganz glatt lief nicht alles. Am Premierentag erkrankten zwei Schülerinnen und mussten durch zwei andere ersetzt werden, die an einem Tag den Text ihrer abwesenden Mitstreiterinnen lernen mussten. Das ist ihnen jedoch hervorragend gelungen, denn ohne die Information der Kursleiterin wäre es niemanden im Publikum aufgefallen.

Wie in einem professionellen Theater gibt es auch bei diesem Stück zwei Besetzungen. Eine, die bei der Premierenvorstellung auf der Bühne stand und eine, die am Mittwoch um 19 Uhr die zweite Vorstellung spielen wird. Weitere Vorstellungen wird es für die Schüler der Gesamtschule am Donnerstag um 9 Uhr und 11 Uhr geben.

Die Handlung des bekannten Stücks ist schnell erzählt: Während ihre Schwester ihr aus einem Buch vorliest, schläft Alice (Julia Breitenbach) ein und gerät im Traum in ein Wunderland. Verrückte Wesen begegnen ihr dort. Das weiße Kaninchen, gespielt von Julia Del Casale, lockt Alice in seinen Bau, wo sie mal ganz klein wird und auch wieder ganz groß. Erst die Raupe (Mandy Brandt) verhilft ihr wieder zu ihrer normalen Größe. Auf ihrem Weg durch das Wunderland trifft Alice auf die Grinsekatze (Eilin Bielak) und den verrückten Hutmacher (Mareike Falz). Er sitzt zusammen mit der Haselmaus (Miruna Rusu) und dem Schnapphasen (Huriye Ince) schon seit langem beim 5-Uhr-Tee zusammen.

Alice im Wunderland: Premiere im PZ

Gefährlich wird es für Alice und ihre Freunde beim Herzkönig (Leon Menberg) und der Herzkönigin (Laurita Paul), die am liebsten vom Scharfrichter (Selina Janzen) allen den Kopf abschlagen lassen würde. Der Greif (Enisa Xhafaj) begleitet Alice noch zum Schildkrötensupperich (Huriye Ince), bevor bei einer Gerichtsverhandlung der Traum platzt und Alice neben ihrer Schwester wieder wach wird.

Richtig gut haben die Mädchen und Jungen die Geschichte von „Alice im Wunderland“ dem Publikum dargeboten. Julia Breitenbach als Alice war auch in der letzten Reihe bestens zu verstehen und spielte ihre Rolle natürlich und überzeugend. Sehr schön war die Szene mit dem ewigen 5-Uhr-Tee, bei der sich die immermüde Haselmaus auf dem Tisch flätzte, ihr Mäulchen verzog und manchmal recht zaghaft ihre Beitrag zur Szene gab.

Viel präsenter zeigte sich der verrückte Hutmacher, der mit satirischen Anspielungen die Tischgespräche beherrschte. Ungezwungen war das Spiel der Schüler und es hat Spaß gemacht, ihnen zuzusehen. Einfallsreich waren auch die Kostüme. Schade war es nur, dass dieser Premiere nur knapp 50 Zuschauer folgten.

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