Gesamtschüler zeigen Querschnitt durch Unterrichtsalltag

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Beim Kultur-Mix der Gesamtschule wurde ein Querschnitt durch den Schulalltag präsentiert. Im PZ etwa gaben sämtliche Musikformationen der Schule Proben ihres Könnens ab.

Kierspe - Einen Querschnitt aus dem ganz alltäglichen Unterrichtsgeschehen wollte die Gesamtschule zeigen – dabei heraus kam eine mehrstündige Präsentation, in der Schüler und Lehrer sich gegenseitig zeigten, was sie im Unterricht so machen.

Auch viele Eltern nutzten die Gelegenheit zuzusehen, womit ihre Kinder sich aktuell beschäftigen. Bereits zum zweiten Mal zeigte die Schule ihren „Gesamtschul-Kultur-Mix“.

Sportlich ging es dabei in der Mensa zu, wo Schüler des siebten und achten Jahrgangs kleine Choreographien im Bodenturnen zeigten. Gleich daneben standen an langen Tischen „Meister-Burger“ zum Verkauf, selbst gebacken und gebraten von Siebtklässlern im Fach Hauswirtschaftslehre. Beim Verkauf hatten die Jugendlichen Unterstützung von einem echten „Burger-Meister“, in Person von Bürgermeister Frank Emde. Überhaupt musste an diesem Tag niemand hungrig nach Hause gehen: Die Mütter waren der Bitte um Kuchenspenden bereitwillig gefolgt, in der ganzen Schule luden Büfetts zum Zugreifen ein.

Im Pädagogischen Zentrum, abgeschirmt von der Unruhe des restlichen Schulbetriebs, boten sämtliche Musikformationen der Schule Proben ihres Könnens. „Geistiges“ war im Blauen Salon zu sehen. Für kurze Zeit verwandelte sich der Raum neben der Mensa in die Pariser Galerie Lafayette, die Schüler des zehnten Jahrgangs spielten in einem kleinen Theaterstück auf Französisch die TV-Show „Shopping Queen“ nach. Die Darsteller erhielten viel Beifall von ihren Mitschülern, aber dann musste schnell umdekoriert werden, denn gleich danach zeigte der Literaturkurs eine Szene aus „Alice im Wunderland“.

Schüler beschäftigen sich mit Gewinnung und Einordnung von Duftstoffen

Überall auf den Fluren präsentierten Schüler die Ergebnisse der letzten Wochen und Monate. Die Türen sämtlicher Fachräume waren geöffnet, die Schüler und Besucher konnten zuhören, zusehen und hineinschnuppern. Im Wahlpflichtbereich der neunten Klasse war das ganz wörtlich zu verstehen. Auf dem Unterrichtsplan steht dort zur Zeit die Gewinnung und Einordnung von Duftstoffen und die Herstellung eines Duftwassers – Kölnisch Wasser, dem Geruch nach zu urteilen.

Gleich nebenan, bei der Klasse 7.4, ging es ebenfalls spektakulär zu. Unter Leitung ihrer Lehrerin Beate Wever beschäftigen sich die Schüler mit der Anatomie und Physiologie des Herzens. Sie sezierten Schweineherzen. Die sind zwar größer, aber genauso aufgebaut wie das menschliche Herz und deshalb für praktische Übungen gut geeignet. „Das hier ist die Hohlvene, das ist die Aorta und hier sind die Herzkammern,“ erläuterte ein Mädchen ihrer Mitschülerin und hielt ihr einladend ein Paar Gummihandschuhe hin: „Willst du auch mal?“ Die Mitschülerin verzichtete dankend.

Heintges: Mix an Schulkultur prägen sich die Schüler besser ein

Schulleiter Johannes Heintges sieht gerade in dieser methodischen Vielfalt einen besonderen Vorzug. Unterrichtsereignisse, wie sie sich beim Schulkulturenmix präsentieren, prägen sich ein bei den Schülern. Und für diesen Nachmittag schaute jeder einmal über den Tellerrand seines Unterrichts.

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