Westernreiten: Christina Gerke ist vierfache Landesmeisterin

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Christina Gerke wurde mit ihrem Quarter Horse Winnie vierfache Landesmeisterin im Westernreiten. Ende September wird die Kiersperin bei den Deutschen Meisterschaften in Aachen antreten.

Kierspe - Glücklich und gleich mit vier Goldmedaillen ist Christina Gerke von den Wettkämpfen zurück – zwar nicht aus Rio, sondern aus dem niederrheinischen Issum.

Dort hat die Kiersperin an der Landesmeisterschaft im Westernreiten teilgenommen und in vier Disziplinen den ersten Platz belegt.

Ganz entspannt steht Hints Otoe Star, genannt Winnie, auf der Terrasse von Haus Berkenbaum. Den Stress und auch den Erfolg des Vortages sieht man dem 17-jährigen Quarter Horse nicht an, seiner Besitzerin aber auch nicht. Die 30-jährige vierfache Landesmeisterin hatte Medaillen und Scherpen bereits in Kartons verstaut. Mit den Jahren ist bei der erfolgreichen Westernreiterin einiges zusammengekommen. Doch in einer Wettkampfsaison gleich in vier Disziplinen den ersten Platz zu belegen, ist für Gerke auch nicht selbstverständlich.

Fünf Turniere in verschiedenen Städten des Landes hatte die Kiersperin in diesem Jahr bereits absolviert und dabei ihr und das Können ihres Pferdes unter Beweis gestellt. Am Sonntag gab es dann zum Abschluss der Turnierserie in jeder Disziplin zwei Punktrichter und die doppelte Punktzahl. Am Ende reichte es dann für die ersten Plätze in „Western Horsmanship“, „Western Pleasure“, „Hunter Under Saddle“ und „Hunt Seat Equitation“.

Harmonischer Gesamteindruck wird bewertet

Während bei „Western Horsmanship“ und „Hunt Seat Equitation“ eine vorgegebene Aufgabe auf dem Platz bewältigt werden muss, bei der der harmonische Gesamteindruck, der präzise Sitz und das Geben unsichtbarer Hilfen bewertet wird, geht es bei „Western Pleasure“ um die Gangarten und die -qualität.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich den Zuschauern bei „Hunter under Saddle“. Dort werden die Pferde mit englischen Zaumzeug und Sattel gezeigt, ganz so, als ginge es zu einer Jagdveranstaltung auf der Insel. Selbst die Reiter müssen bei diesem Wettkampf ihren Cowboyhut gegen die Reitkappe und den schwarzen Reitdress tauschen.

Bewertet werden die drei Gangarten Walk, Trot und Canter. „Damit soll vor allem die Vielseitigkeit des Sports gezeigt werden. Denn schließlich gilt das Quarter Horse als vielseitigste Pferderasse der Welt“, erklärt Gerke. Seinen Namen hat das Tier übrigens vom Viertelmeilenrennen, das es traditionell als schnellstes Pferd bestritt.

Unverzichtbarer Wegbegleiter im Wilden Westen

Doch vor allem war es bei der Besiedlung des amerikanischen Kontinents durch die „Weißen“ unverzichtbar. „Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine wesentliche Rolle. Nur die härtesten und leistungsfähigsten Tiere bestanden im täglichen Kampf ums Überleben. Sie waren unerlässliche Partner der Cowboys beim Ranching, zogen aber auch den Pflug des Farmers oder am Sonntag die Kutsche zur Kirche, um anschließend ausgespannt zu werden und ein Rennen zu laufen.

Diese Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit wurde zu einem wesentlichen Merkmal, das die Rasse bis heute beibehalten hat“, so ist es einer Beschreibung des Verbandes zu entnehmen.

Christina Gerke ist eher zufällig zu dem Sport gekommen. Als Neunjährige hat sie sich im Reitverein Kierspe angemeldet, später bekam sie dann in einem anderen Stall eine Reitbeteiligung, dort gab es dann auch das Angebot zum Westernsport. Wenig später wurde dann Winnie gekauft, der auf dem eigenen Gelände steht – mit neun anderen Pensionspferden, wobei dort lediglich ein weiteres „Westernpferd“ steht. Auf dem Gelände in Berkenbaum findet auch das Training statt und dort bekommt Gerke auch ihre Reitstunden.

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