Camp 2016: Der Bogenschuss führt zu einem schnellen Erfolg

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Unter den wachsamen Augen von Bastian Mischnick nehmen die jungen Schützen ihr Ziel in Angriff. Nach einigen Probeschüssen gehen die Pfeile sicher ins Ziel.

Kierspe - Die Sonne lockte zwar noch, doch letztlich setzte der Regen den Plänen, das Camp 2016 zu einem Zeltlager zu machen, ein Ende. Bereits am Dienstag stand der Umzug in die Rönsahler Turnhalle an.

Doch davon ließen sich die 25 Teilnehmer im Alter zwischen 12 und 14 Jahren den Spaß nicht verderben. Hätte der Zwölfjährige nicht die überdimensionale Brille auf und würde die Veranstaltung nicht von Kreisjugendamt, Jugendzentren und vor allem Drogenberatung geleitet, man könnte meinen, der Jugendliche wäre sturzbetrunken. Und genauso sollte er sich auch fühlen. Die Brille simulierte bei einem gestellten Einkauf und einer sportlichen Aufgabe einen Blutalkoholwert von 0,8 Promille, nach einer „Polizeikontrolle“ musste er über einen Balken laufen – und das mit einer Brille, die gleich 1,2 Promille simulierte. Was lustig aussah und den Camp-Teilnehmern auch sichtlich Spaß machte, hatte doch einen ernsten Hintergrund.

Denn schließlich ging es in der Gemeinschaftsaktion von Drogenberatung, Kreisjugendamt und den Jugendzentren Kierspe, Rönsahl und Schalksmühle unter dem Motto „Kannst Du auch ohne?“ um Suchtprävention. Doch bevor die 25 Teilnehmer über Drogen und ihre Gefahren sprechen konnten, mussten sie sich erst einmal kennenlernen.

Mit der Promillebrille wird selbst das Stapeln von Klötzchen zu einer echten Herausforderung.

Das geschah unter anderem am Lagerfeuer am Montagabend. Noch bei Sonnenschein und der Hoffnung auf gutes Wetter hatten Jugendliche und Betreuer ihre Zelte auf dem Campingplatz „Auf der Gathe“ aufgebaut. Doch bereits in der Nacht setzte der Regen ein – und wollte auch nicht wieder aufhören. Also erfolgte am Dienstag der Umzug in die Halle, die dem Camp vom TSV Rönsahl und der Stadt überlassen worden war.

Am gleichen Tag und ungeachtete des Wetters ging es weiter in den Klettergarten nach Halver. Abends stand dann noch ein Schattentheater auf dem Programm, in dem es inhaltlich um das Thema Sucht ging. Ein Quiz ums Thema Alkohol vertiefte am Mittwoch die Problematik. Doch auch an diesem Tag kam der Sport nicht zu kurz – und das in Form eines Besuchs des Aquamagis in Plettenberg.

Fußballgolf und Pizzaessen zum Abschluss

Am Donnerstag wurden dann die Teilnehmer in drei Gruppen aufgeteilt, um in der Turnhalle den erwähnten Parcours mit der Simulationsbrille abzulaufen und vor dem Jugendzentrum einen Sinnesparcours zu erleben. Einige Hundert Meter weiter hatte Bastian Mischnick seinen Stand in der Nähe des Sportplatzes aufgebaut. Der Sozialpädagoge und Spezialist für Erlebnispädagogik wollte den jungen Camp-Teilnehmern das Bogenschießen beibringen. Mischnick hat sich bewusst für diesen Sport entschieden, „weil er schnell Erfolgserlebnisse vermittelt, man sich auf einen Ziel konzentrieren muss und auch Regeln befolgen muss.“ Und tatsächlich, bereits nach den ersten Probeschüssen gingen die Pfeile sicher ins Ziel.

Treffsicherheit ist auch am Samstag gefragt, wenn die Jugendlichen auf der Fußballgolfanlage ihre Schussfähigkeiten testen. Mittags endet dann das Camp, das unter anderem vom Lionsclub Meinerzhagen-Kierspe, der Bürgerstiftung für Halver und dem Förderverein der Drogenberatung unterstützt wurde, mit einem Pizzaessen im Kiersper Jugendzentrum und einem Gespräch über Gefühle und Tipps zur Persönlichkeitsstärkung.

Das größte Lob bekamen die Camp-Leiter Evelin Schöffer, Lara Kahler, Kerstin Busse, Christian Schwanke und René Sadowski aber bereits am Donnerstag von einem 14-Jährigen, der nach seinen Erfahrungen gefragt, antwortete: „Schade, morgen ist Freitag und dann muss ich schon wieder nach Hause.

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