Projektwoche: Schnecken, Hundertwasser und ein Lieblingsmensch

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„Lieblingsmensch“ und „Millionen Lichter“ wurden im Bandprojekt eingeübt. Am Sonntag können es sich die Besucher des Tages der offenen Tür anhören.

Kierspe - Wie werde ich (wieder) fit?, Was ist so faszinierend an Schnecken?, Wie leben die Menschen in Indien? Auf diese und viele weitere Fragen werden die Schüler der Freien Schule nach dem Ende der Projektwoche eine Antwort finden. Jeder andere, der Antworten auf diese Fragen sucht, ist am Sonntag beim Tag der offenen Tür in Erlen richtig aufgehoben.

Beim Projekt Indien durfte das Anfertigen von Henna-Tattoos natürlich nicht fehlen.

Nele malt oben an der Wand und Brian unten. Das hat nichts mit einer geheimen Hierarchie an der Freien Schule zu tun, sondern ist einfach einem praktischen Ansatz geschuldet. Denn die beiden Schüler trennen nicht nur sieben Lebensjahre sondern auch etliche Zentimeter. Jahrgangsübergreifenden Unterricht sind die Schüler in Erlen gewohnt. Doch bei der Projektwoche gibt es gar keine Altersgrenzen mehr – zumindest bei den meisten Projekten.

Malen im Stil von Hundertwasser

Im Stil von Hundertwasser bemalen die Schüler des zweiten bis neunten Schuljahres die Wände rund um Fenster und Türen. Alle hatten zuvor ihre Ideen auf Papier gebracht, sich mit dem österreichischen Künstler beschäftigt und seinen Stil geübt. Doch die Motive haben sie sich selbst überlegt. Wasserfälle, Tropfsteine, Ballons und versteckte Gesichter in Sonnen zieren nun die Eingänge zu den Klassenräumen.

Ein paar Meter weiter dröhnt Musik aus einem Raum. Gleich drei Lehrer kümmern sich dort um Schüler, die nach fünf Tagen des Übens die beiden Lieder „Lieblingsmensch“ und „Millionen Lichter“ beherrschen sollen.

Deutlich ruhiger ist es zwei Etagen höher. Dort werden an diesem Morgen Henna-Tattoos auf Hände und Arme aufgetragen. Indien ist das Thema des Projekts, bei dem nicht nur gemalt, sondern auch gekocht wurde. Außerdem wurde Käse hergestellt und sich mit der sozialen Struktur des Landes beschäftigt.

Natur- und Schneckenforscher

Leise ist es auch in dem Projekt „Natur- und Schneckenforscher“. „Das sind schon faszinierende Tiere“, erklärt Lehrerin Daniela Bues. Ihre Schüler sehen das ähnlich. In den vergangenen Tagen stellten sie den Weichtieren nach, bauten ein Terrarium und beschäftigten sich auch in der Theorie mit diesen Lebewesen.

Die eigene Vorstellung von Engeln konnten Kinder in einem der Projekte entwickeln.

Weniger greifbar waren die Engel, die nur einige Türen weiter aufs Papier gebracht wurden. Auch in einer anderen Gruppe wurde das Unfassbare begreifbar gemacht. Dort bauten die Kinder Märchenwelten nach Geschichten, die sie zuvor gehört hatten.

Handfester ging es vor der Schule zu, wo sich eine Gruppe mit amerikanischen und englischen Sportarten beschäftigte. Und auch die Gruppe „Gesunde Ernährung und Fitness“ geht regelmäßig nach draußen, um dort Übungen zu machen. Im Gebäude werden dann vitaminreiche Snacks zubereitet.

Sonntag Tag der offenen Tür

„Ausgesucht haben in diesem Jahr die Lehrer die Projektthemen. Im kommenden Jahr werden das die Schüler machen“, erzählt Pia Vogt. Natürlich überprüfe man die Vorschläge auf ihre Machbarkeit.

Präsentiert werden die Projekte am kommenden Sonntag, an einem Tag der offenen Tür, der von 11 bis 16 Uhr stattfindet. Dann können sich auch Eltern, deren Kinder im kommenden Jahr eingeschult werden oder auf eine weiterführende Schule wechseln, sich das Gebäude anschauen und mit Lehrern und Schülern in Gespräch kommen.

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