Geheimnis um Pläne zum Kiersper Feuerwehrgerätehaus gelüftet

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Das Geheimnis um das neue Kiersper Feuerwehrgerätehaus ist gelüftet.

Kierspe - Das Geheimnis um die Pläne zum neuen Feuerwehrgerätehaus in Kierspe ist gelüftet: Im Ausschuss für Umwelt und Bauen stellte die leitende Planerin Simone Mattedi erstmals öffentlich die Pläne vor. Anwesend waren auch rund 20 Vertreter der heimischen Feuerwehr.

Mit einem im November 2015 gefassten Ratsbeschluss wurde das Planungsbüro kplan in Siegen mit der Entwurfsplanung für das neue Feuerwehrgerätehaus an der Dr.-Hans-Wemscheid-Straße beauftragt. Nachdem die Finanzierung des kompletten Neubaus, in dem zukünftig beide innerstädtischen Löschzüge beheimatet sein sollen, über den Haushaltsplan 2016 vom Rat beschlossen worden war, wurde auf Grundlage des Brandschutzbedarfsplans der Stadt Kierspe und mit Angaben der Wehrleitung eine Bedarfs- und Flächenermittlung erarbeitet.

Diese wurde dann zuerst mit der Wehrleitung und der Verwaltung, später mit der Feuerwehr über die Löschzugführer abgestimmt, heißt es in den Ausführungen der Stadtverwaltung. Die Wehrleute konnten bereits am Montag einen ersten Blick auf die Pläne aus Siegen werfen. Zu den Entwürfen wollte sich Wehrleiter Georg Würth am Dienstagabend jedoch noch nicht äußern: „Wir wollen die Pläne mit den Löschzügen 1 und 2 in den kommenden Tagen in Ruhe besprechen und mit der Verwaltung intensiv abstimmen, was eventuelle Ergänzungen oder Änderungen angeht.“

Der aus der Planung erarbeitete Kostenrahmen liegt laut dem Planungsbüro für das Gebäude bei brutto 3,177 Millionen Euro. Doch ein genauer Kostenplan könne derzeit noch nicht erstellt werden, sagte Kämmerer Olaf Stelse während der Sitzung, der bei einer groben Rechnung allerdings auf einen Gesamtbetrag von rund 3,9 Millionen Euro kommt. Im Haushalt sind für das Jahr 2016 inklusive der Ermächtigungsübertragungen 1,415 Millionen Euro bereitgestellt und für die Jahre 2017 und 2018 insgesamt weitere 2,28 Millionen Euro vorgesehen, ist in der Vorlage zu der Sitzung zu lesen. „Wir müssen dafür im Haushalt nachjustieren und mit der Feuerwehr bezüglich der Kosten sprechen.“

Alarmzufahrt soll entlang des Baumarktes auf Heerstraße erfolgen

Das bis gestern gut gehütete Geheimnis rund um das neue Feuerwehrgerätehaus ist gelüftet. Laut dem Entwurf von kplan soll der Alarmhof zur Dr.-Hans-Wemscheid-Straße ausgerichtet werden und der Parkplatz für 45 Fahrzeuge der Wehrleute an der Heerstraße entstehen. Vorgesehen ist ein in Teilen zweigeschossiges Gebäude von 70 mal 22 Metern und einer maximalen Höhe von knapp acht Metern.

Die Zu- und Abfahrt zum Gebäude soll entlang des Baumarktes auf die Heerstraße erfolgen. Die Einsatzfahrzeuge werden dann unter anderem über die Kreuzung Wildenkuhlen in Richtung Bahnhof ausrücken können. Geplant ist neben Sozial- und Logistik- sowie Geräteräumen auch ein großer Schulungsraum, der multifunktional genutzt werden kann.

Außerdem soll die rund 2500 Quadratmeter große Außenanlage entsprechend gestaltet werden. Dies sei laut Stelse auch einer der nächsten Planungschritte. Zudem werde man aller Voraussicht nach für den späteren Bau des Gerätehauses eine Ausschreibung für einen Generalunternehmer vornehmen. Im Anschluss beschlossen die Mitglieder einstimmig, dass die Verwaltung die Planung wie in der Sitzung vorgestellt weiterzuführen soll.

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