Rettungsinsel für E-Fahrzeuge in Kierspe

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Auf dem Parkplatz des Kiersper Unternehmens Schröder Kunststofftechnik am Haunerbusch befindet sich nun eine kostenlose Auflademöglichkeit für Elektrofahrzeuge.

Kierspe - Nun ist sie am Netz: Eine öffentlich zugängliche Ladesäule für Elektrofahrzeuge wurde in dieser Woche auf dem Parkplatz der Firma Schröder Kunststofftechnik (SKT) am Haunerbusch 124 freigeschaltet.

„Damit wollen wir einen Beitrag zur E-Mobilität in Kierspe leisten und weitere Schritte in der Region anregen“, erklärt SKT-Vertriebsleiterin Caroline Hagby. Neben den Stadtwerken in Kierspe (Thingslindestraße 22) und Meinerzhagen (Volmestraße 1) bietet die heimische Firma nun eine weitere Möglichkeit, die Akkus eines Elektrofahrzeugs aufzuladen.

„Bei diesem Thema ist das Sauerland schwach aufgestellt. Die Punkte der Ladestationen sind auf der Landkarte sehr überschaubar. Wir bieten damit eine Insellösung an“, erklärt Kai Schönenberg, Vetriebsleiter von EBG Compleo. Das Schwesterunternehmen des Kiersper Kunststoffherstellers – beide gehören zur mittelständischen EBG Group – ist Anbieter von Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge mit Firmensitz in Lünen.

Caroline Hagby (Schröder Kunststofftechnik).

Die Ladesäulen, von denen die Lünener seit 2009 rund 5000 Stück im nationalen und internationalen Umfeld für halb-öffentliche und öffentliche Bereiche ausgeliefert haben, sind ein Gemeinschaftsprodukt der Unternehmensgruppe. Am Standort Kierspe werden etwa die Kunststoffverkleidung und in Lünen die elektronischen Bauteile hergestellt, sagt Caroline Hagby.

Dass es nun in Kierspe einen weiteren Punkt zum Aufladen gibt, werde sich unter den Fahrern von E-Fahrzeugen in der Region schnell herumsprechen, davon ist Kai Schönenberg überzeugt. „Die Nutzer sind gut untereinander vernetzt. Ich kann mir vorstellen, dass hier viele zum Zwischenladen vorbeischauen werden.“

Kai Schönenberg (EBG Compleo).

Die Ladesäule am Haunerbusch biete die höchste im öffentlichen Raum mögliche Leistung. „Wie an vielen Stellen in ganz Europa, finden die Nutzer auch hier zwei sogenannte Mode-3-Ladepunkte zur gleichzeitigen Nutzung, eine Ausgangsleistung von je 22 Kilowatt sowie eine Steckdose und ein Ladekabel (Typ 2) vor“, erklärt der Vertriebsleiter. In rund einer Stunde sei das volle Aufladen eines Fahrzeugs möglich. Diesen Service biete das Kiersper Unternehmen, das dort selbst sein Elektrofahrzeug auflädt, kostenlos an.

Das Laden von E-Fahrzeugen steht unter strengen Normen. Die Ladesäule am Standort Kierspe erfülle diese hohen Sicherheitsanforderungen, betont Kai Schönenberg. „Vorhanden ist eine automatische Verriegelung vor dem Ladevorgang, eine Entriegelung nach der Authentifizierung sowie eine automatische Entriegelung bei einem Stromausfall. Zudem enthält die Säule einen Sensor, der diese abschaltet, falls ein Fahrzeugnutzer gegen das Gerät fährt.“

Mit der Installation des Ladepunktes habe man ein Zeichen für andere Firmen im Sauerland gesetzt, mehr E-Fahrzeuge zu nutzen, sagt Caroline Hagby. „Auf diesem Gebiet herrscht derzeit eine große Unsicherheit. Wir als EBG Group wollen einen bestmöglichen Beitrag dazu leisten, um für Aufklärung in diesem spannenden Feld zu sorgen und dieses aktiv mitgestalten“, so die Vetriebsleiterin weiter.

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