Barrierefreies Wohnen bald am Bordinghauser Weg möglich

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Architekt Rüdiger Voswinkel hat das Haus am Bordinghauser Weg geplant. Zum Einsatz sollen – soweit wie möglich – nur heimische Firmen kommen.

Kierspe - Bislang kann man die Gebäude in Kierspe, deren Wohnungen tatsächlich als barrierefrei gelten und auch so erreichbar sind, an zwei Händen abzählen. Sucht man Aufzuganlagen, reicht wahrscheinlich schon eine Hand. Doch das ändert sich langsam.

Auch dank eines Neubaus, der derzeit am Bordinghauser Weg entsteht. Maximal zwölf Eigentumswohnungen finden in dem neuen Gebäude Platz – abhängig davon wie die zukünftigen Käufer sich bei der Wohnungsgröße entscheiden.

„Der Weg von der Straße bis in den Keller oder auch in die Dachgeschosswohnung und natürlich auch zu den Garagen stellt auch für Menschen, die auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen sind, kein Problem dar“, verspricht Rüdiger Voswinkel, der als Architekt den heimischen Bauträger BVL Wohn- und Gewerbebau vertritt.

Doch natürlich können und sollen auch Menschen, die nicht an einer Einschränkung leiden, die Annehmlichkeiten, die die neue Anlage bietet, schätzen. Mit der neuen Immobilie, die neben den bis zu zwölf Wohnungen auch zehn Garagen und zwei Stellplätze bietet, wird eine Baulücke am Bordinghauser Weg geschlossen. Für die zukünftigen Eigentümer hat das den Vorteil, dass sich an den Gegebenheiten und Sichtverhältnissen der Wohnungen in dem vierstöckigen Gebäude nicht mehr viel ändern wird.

Vor drei Wochen wurde mit der Ausschachtung begonnen. In zehn bis zwölf Monaten soll das Gebäude fertiggestellt werden.

Gebaut nach der neusten Energieeinsparverordnung und versehen mit Gasbrennwerttechnik, die mit einer Solaranlage gekoppelt ist, sollen sich auch die Heizkosten in Grenzen halten. Begonnen wurde mit dem Ausschachten des teilunterkellerten Gebäudes bereits vor drei Wochen. Derzeit wird die Bodenplatte gegossen. Darin deutlich zu sehen der Schacht, in dem später der Aufzug, der das Haus vom Keller bis zum Dach erschließt, seinen Platz findet.

Die Nachfrage nach solchen Wohnungen scheint groß. Denn obwohl bislang kaum beworben, sind die ersten Käufer bereits gefunden. Voswinkel: „Zum einen werden solche Wohnung auch durchaus für eine spätere Nutzung erworben und in der Zwischenzeit vermietet, zum anderen ist der Bedarf an barrierefreien und altengerechten Wohnung groß. Ein Vorteil, den nur die Käufer haben, die sich bereits früh für eine Wohnung entschließen, ist sicherlich der Einfluss auf Zuschnitt, verwendete Materialien und Größe. „Jetzt ist es noch möglich, mehrere potenzielle Wohnung nebeneinander zu kaufen und daraus eine große zu machen“, erklärt Voswinkel. Die Planung wird von der Kiersper SKV übernommen, an der Voswinkel ebenfalls beteiligt ist.

Ohne diesen Eingriff eines Käufers sind Wohnungen in der Größe von 47 bis 62 Quadratmeter geplant, die größte zusammengelegte Wohnung könnte aber auch eine Größe von 157 Quadratemetern haben. Das drückt sich natürlich auch in den Preisen aus, die bei der kleinsten Wohnung bei etwas mehr als 111 000 Euro beginnen.

Nicht nur bei der Errichtung setzen die Investoren auf heimische Firmen, auch bei der Vermarktung wird auf Partner vor Ort vertraut. Neben dem Verkauf durch die eigene Firma setzt Voswinkel auf die Immobilienabteilung der Sparkasse Kiersper-Meinerzhagen und die Firma Frischholz und Cie.

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