Ein Vollblutmusiker für das Sängernetzwerk an der Volme

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Bereits einige Mal haben sich Sänger in Kierspe und Meinerzhagen getroffen, um für das Chorprojekt zu proben.

Kierspe - Viele Chöre sorgen sich um ihre Zukunft. Der Grund: Es fehlt häufig der Gesangs-Nachwuchs. Das zu ändern, dass ist das Ziel des neu gegründeten Projektchores "Oben an der Volme", dessen Leitung nun Mario Ahlborn übernommen hat.

Neue Wege gehen, so lautet das Motto, das die Initiatoren des Projektchores seit dem ersten Treffen mit mehreren Chor-Vertretern aus dem Volmetal verfolgen. Im Kiersper Kreativzentrum sollte damals der Grundstein für eine Vernetzung von Sängern aus Kirchenchören, Konzertchören, Musikschulchören und Chören des Sängerbundes gelegt werden.

„Zufrieden mit der Resonanz bin ich nicht. Es können sich gerne noch mehr Menschen für das Projekt engagieren. Schließlich ist das eine Sache für die ganze Region. Das Projekt findet im Rahmen der Initiative ,Oben an der Volme’ statt. Bisher haben wir aber nur Sänger aus Kierspe und Meinerzhagen begrüßen dürfen. Ich hoffe, dass sich auch noch Sänger aus den Nachbarkommunen Schalksmühle und Halver beteiligen. Da muss man einfach viel Geduld aufbringen“, bilanziert Birgit Claus, die Leiterin des Projektchores, der durch das NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport sowie durch die Sparkassen Kierspe-Meinerzhagen und Lüdenscheid unterstützt wird.

Chorleiter Mario Ahlborn.

Musikalisch wird der Chor seit sechs Wochen von Mario Ahlborn aus Gummersbach geleitet. Als Vollblutmusiker sei er Chorleiter, Stimmbildner und ein gefragter Tenor auf Konzert- und Opernbühnen in einer Person, erklärt die Projektleiterin. Ahlborn schloss seine Chorleiterausbildung an der Chorleiterschule Marburg /Lahn mit Abschluss „A“ ab.

Sein gesanglicher Weg führte den aus Bottendorf in Hessen stammenden Tenor und Stimmbildner auf zahlreiche nationale und internationale Konzert- und Opernbühnen – unter anderem mit solistischen Engagements im Bereich Oper und Oratorium in Europa sowie Indonesien und Nordkorea. Seine sängerische Tätigkeit übte er an der Kölner Oper, dem Theater Hagen, der Kammeroper Köln und dem Theater Dortmund aus.

Ahlborn studierte Gesang am Bergischen Gesangsinstitut in Gummersbach und bei Gemma Visser (Niederlande). Viel Freude bereitete ihm unter anderen seine Beteiligung am Choratelier in Balve-Garbeck. Seine Tätigkeit als Juror bei Gesangswettbewerben (zum Beispiel „Jugend musiziert“) runden sein musikalisches Engagement ab. Ahlborn tritt die Nachfolge von Hanno Kreft aus Iserlohn und Altistin Christa Jürgens, die die Chorleitung beziehungsweise Stimmbildung vorübergehend übernommen hatten.

Aufbau eines Meisterchores

Als wichtiges Etappenziel gilt für Birgit Claus und ihre Mitstreiter der Aufbau eines rein leistungsorientierten Chores, der möglichst erfolgreich am Meisterchorsingen des Chorverbandes Nordrhein-Westfalen im kommenden Jahr teilnehmen soll. Damit gäbe es nach langer Abstinenz im Bereich „Oben an der Volme“ endlich wieder einen aktuellen Meisterchor, sagt die Leiterin.

Derzeit beteiligen sich 18 Sänger an den Proben. Gerne würden die Verantwortlichen weitere Mitstreiter in ihren Reihen begrüßen. „Nicht jeder, der gerne und gut singen kann, hat Zeit, einmal die Woche zu einer Probe zu kommen. Der Projektchor trifft sich deshalb einmal im Monat zu einer längeren Probe, um die Musikstücke, die zuhause mittels Übungs-CD einstudiert wurden, zu proben. Wer gerne leistungsorientiert singt, aber nicht die Zeit für wöchentliche Proben hat, kann einfach mal reinschnuppern“, erklärt Claus.

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