Drei Skelette für Kiersper Grundschulen

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Keine Berührungsängste zeigten die Schüler der Schanhollenschule bei der Übergabe der drei Skelette am Dienstag.

Kierspe - Schwer verletzt war Oskar, das Schulskelett, als Dr. Verena Welschoff und Sabine Kappius es vor den Sommerferien in der Schanhollenschule abgeholt haben. Am Dienstag brachten sie das Skelett zurück – und mit ihm auch zwei neue Geschwister.

Welschoff und Kappius sind als Gesundheitsförderinnen für das Projekt Klasse 2000 tätig, das nach eigenen Angaben am weitesten verbreitete Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule.

Mit Hilfe einer Spende des Lions-Hilfswerks Meinerzhagen-Kierspe, so der Plan, sollte das Skelett in den Ferien repariert werden. Erst dann erfuhren die Mitglieder des Hilfswerks, dass sich die Schanhollen- und die Pestalozzischule gemeinsam mit der Servatiusschule in Rönsahl ein Skelett teilen. Die häufigen Transporte von einer Schule zur anderen haben dem Skelett in der Vergangenheit schwer zugesetzt.

Über die drei Schulskelette freuten sich (von links): Thomas Block, Arne Freiberg, Sabine Kappius, Dr. Verena Welschof und Clemens Wieland.

Deshalb entschlossen sich die Lions, zusätzlich zur Reparatur des bestehenden gleich noch zwei neue Exemplare zu bezahlen, damit jede der drei Schulen ihr eigenes Skelett nutzen kann. Für den Unterricht im Rahmen des Klasse-2000-Gesundheitsförderprogramms setzen die Gesundheitsförderinnen die Skelette ein, wenn die Themen Knochen und Muskeln auf dem Plan stehen oder es um das Gehirn geht.

Auch im Sachunterricht lassen sich die Skelette einsetzen: Die richtige Sitzposition etwa lasse sich so leicht veranschaulichen, fügt Schulleiter Thomas Block hinzu. „Die werden über Generationen halten“, ist er sich beim Anblick der neuen Skelette sicher, die künftig an den beiden von ihm geleiteten Schulen eingesetzt werden. Für die Servatiusschule steht das reparierte Exemplar zur Verfügung.

Mindestens genauso erfreut wie die Lehrkräfte waren die Schülerinnen und Schüler, die die drei Knochengerippe sofort begeistert aus der Nähe bestaunen wollten.

Die Mittel zur Anschaffung der neuen Skelette stammen aus dem Verkauf der Lions-Adventskalender. Jedes Jahr werden 5555 Kalender zum Preis von 5 Euro pro Stück verkauft. Die Käufer der von Schülern gestalteten Kalender unterstützen nicht nur soziale Projekte, sondern bekommen auch die Chance auf einen der Gewinne, die Sponsoren zur Verfügung stellen.

Nach Abzug der entsprechenden Kosten bleiben jährlich 20 000 Euro übrig, die das Lions-Hilfswerk an verschiedene Organisationen spendet. Zuletzt ging der Erlös schwerpunktmäßig an das Projekt Klasse 2000, das in den Grundschulen ein großer Erfolg sei, wie Clemens Wieland, Präsident des Lions-Club Meinerzhagen-Kierspe, erklärt.

Vor allem verweist er auf das Thema Suchtprophylaxe: „Süchte spielen schon bei Grundschülern eine große Rolle.“ Entsprechend stolz sei er, das Projekt in Kierspe zu unterstützen.

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