Kiersperin managt die Region

+
Aus der Region, für die Region: (von links) Bernd-Martin Leonidas, Frank Emde, Jan Nesselrath und Jörg Schönenberg stellten gestern Friederike Schriever als Leader-Regionalmanagerin vor.

Kierspe - Erst die Regionale 2013, nun also Leader: Im Zuge dieses neuen Förderprogramms hat auch die Region „Oben an der Volme“ bekanntlich den Zuschlag erhalten. Der Posten des Regionalmanagements, der mit dieser Förderzusage ebenfalls zu besetzen ist, war jedoch vakant. Bis jetzt.

Am Freitag stellte Bürgermeister Frank Emde, zugleich Vorsitzender der sogenannten Lokalen Aktionsgruppe (LAG) des Vereins „Regionalentwicklung Oben an der Volme“, gemeinsam mit dem Zweiten Vorsitzenden Bernd-Martin Leonidas und den Bürgermeisterkollegen Jan Nesselrath (Meinerzhagen) und Jörg Schönenberg (Schalksmühle) die Gewinnerin des Bewerbungsverfahrens vor: Friederike Schriever wird am 31. August die Stelle der Regionalmanagerin antreten – und damit ihrer Heimat treu bleiben. Denn: Die 26-Jährige ist Kiersperin.

„Eigentlich war immer schon klar, dass ich nach dem Studium zurück in meine Heimat komme“, sagte Schriever gestern im Rahmen ihrer Vorstellung. Nach ihrem Geografie- und Soziologiestudium in Münster schloss sie ihr Geografiestudium mit der Vertiefung Stadt- und Regionalmanagement ab. Thema ihrer Master-Arbeit: Altena. Und bereits ihre Bachelor-Arbeit hatte sich mit der lokalen Entwicklung im Märkischen Kreis beschäftigt: Damals konzentrierte sich Friederike Schriever auf die Stadt Lüdenscheid.

„Aus der Region für die Region“, brachte es Jan Nesselrath auf den Punkt. Und sein Schalksmühler Amtskollege Jörg Schönenberg ergänzte: „Natürlich hat auch die Ortsverbundenheit bei der Stellenvergabe eine Rolle gespielt.“

Erste Aufgabe: Vernetzung mit Akteuren und Gruppen

Schönenberg betonte aber auch, es bei der nichtöffentlichen Sitzung des Regionalentwicklungsvereins mit weiteren qualitativ hochwertigen Kandidaten zu tun gehabt zu haben. Die Hoffnung aller Beteiligten sei nun, dass der Leader-Prozess zügig fortgesetzt wird – nachdem das Programm stockend angelaufen war.

Als eine ihrer ersten Aufgaben sieht Friederike Schriever die Vernetzung mit Akteuren und Gruppen, mit deren Hilfe die einzelnen Projekte – etwa die Errichtung eines Tourismusmanagements – umgesetzt werden sollen. Neben dem Tourismus hatte die LAG auch drei weitere Handlungsfelder skizziert, die nun priorisiert angepackt werden sollen: Ein integrativer Ansatz durch „Kulturen pur“, das Programm „Kein Kind zurücklassen“ und die Einbindung der Jugend durch „Juniormanager(innen)“.

Vertrag läuft bis Ende 2022

Bei den umfangreichen Aufgaben, die Schriever bis zum Ablauf ihres Vertrages Ende 2022 (mit der Option auf ein weiteres Jahr) erwarten, erhält die Kiersperin jedoch in nächster Zeit Unterstützung: Die noch offene und ebenfalls vom Land geforderte weitere halbe Planstelle für das Regionalmanagement soll ein externes Büro übernehmen, das aufgrund der laufenden Ausschreibung aber noch nicht genannt werden kann.

„Doch auch unsere Unterstützung kann ich Frau Schriever natürlich schon einmal zusichern“, betonte Frank Emde im Rahmen der Vorstellung.

Leader

Die Initiative Leader-Region knüpft an die Entwicklungen aus der Regionale 2013 an. Gemeinsam mit Bürgern und Wirtschaft soll die sogenannte Lokale Aktionsgruppe (LAG) des Vereins „Regionalentwicklung Oben an der Volme“ ein Netzwerk aufbauen, um regionale Strukturen zu verbessern. Um die vorhandenen Kräfte zu bündeln, wurde Ende April der Leader-Verein gegründet. Dieser hat die Aufgabe, die zur Verfügung stehenden Mittel von 2,3 Millionen Euro für lokale Kultur-, Tourismus-, Wirtschafts- und soziale Projekte einzusetzen. Sitz des Vereins ist die Stadt Kierspe. Von dort aus soll zukünftig die Entwicklung der Region gelenkt werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare