Eingeschränktes Tempo 30 an der Friedrich-Ebert-Straße

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Bereits im Januar 2015 hatten die Freien Wähler einen Antrag auf eine temporäre Aufhebung der Tempo-30-Regelung auf der Friedrich-Ebert-Straße beantragt. Der Rat hat diese jedoch abgelehnt. Nun muss der Kreis entscheiden.

Kierspe - Gerade in diesen Wochen stört sich so mancher Ortsfremde und auch Einheimische an der Tempo-30-Beschilderung an der Friedrich-Ebert-Straße. Bereits vor mehr als einem Jahr hatte sich die FWG an den Kreis gewandt, um dort ein eingeschränktes Tempolimit umzusetzen.

Passiert ist bisher nichts. Vor allem, weil die Daten einer „Verkehrszählung“ fehlen. Durch die Baustelle in Bollwerk fahren in diesen Wochen wieder zahlreiche Menschen mit ihren Lkw und Autos über die Friedrich-Ebert-Straße, die sonst durchs Volmetal reisen. Sie werden, wie natürlich auch alle Ortskundigen, von der Geschwindigkeitsreduzierung in Höhe Felderhof gebremst.

Doch im Gegensatz zu den Ortsfremden wissen die Kiersper, dass diese aufgrund der Nähe zur Gesamtschule eingeführt wurde. Allerdings regeln die Tempo-30-Schilder den Verkehr auch dann, wenn Ferien sind, Wochenende ist oder aufgrund der Uhrzeit kein Schüler weit und breit ist.

Das war auch den Freien Wählern aufgefallen, die bereits im Januar des vergangenen Jahres einen Antrag gestellt hatten, die Geschwindigkeitsbegrenzung zumindest zeitweise aufzuheben. Doch auch, wenn sich in nahezu allen Fraktionen Politiker diesem Antrag anschlossen, wurde er mit deutlicher Mehrheit im Rat abgelehnt.

Kreis ist ergebnisoffen

Damit wollten sich die Politiker der Wählergemeinschaft aber nicht zufriedengeben. Sie wandten sich direkt an den Märkischen Kreis, der für die Beschilderung – auch in Kierspe – zuständig ist. Das war im Juli des vergangenen Jahres. Doch bis heute liegt keine Entscheidung der Straßenverkehrsbehörde vor. Die Freien Wähler hatten damals vorgeschlagen, entweder ein Schild zu montieren, auf dem die Zeiten, in denen Tempo 30 gilt, festgeschrieben sind, oder eine LED-Anlage zu installieren, auf der dann angepasst an Schul- und Ferienzeiten die jeweilige Geschwindigkeit angezeigt werden könnte.

„Das Verfahren läuft noch. Wir sind da auch ergebnisoffen“, teilt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung mit. Allerdings fehle dem Kreis noch das Ergebnis einer Verkehrszählung. „Die Daten werden jedoch benötigt, damit die Fachleute über eine zukünftige Regelung diskutieren können“, erklärt Klein, der weiter ausführt, dass man diese Daten bereits vor längerer Zeit bei der Stadt Kierspe angefordert habe – eine Erinnerung sei dann noch einmal Anfang Juni erfolgt.

Gerät bei Messung defekt

„Wir hätten die Daten gerne geliefert. Dazu hatten wir das sogenannte Seitenradar bereits im frühen Frühjahr an der Friedrich-Ebert-Straße angebracht. Doch als wir die Daten auslesen wollten, mussten wir feststellen, dass das Radargerät einen Defekt hatte. Danach folgte die Reparatur des einzigen Geräts, das wir besitzen. Derzeit wird es im Kerspetal eingesetzt, um die Daten für die K 3 zu ermitteln. Außerdem sind jetzt Ferien, da bekommen wir keine Daten für die Friedrich-Ebert-Straße, die allgemeingültig sind“, sagt Oliver Knuf, Leiter des Sachgebietes Ordnung bei der Stadt Kierspe.

Das Seitenradar erfasst nach Angaben von Knuf nicht nur die Zahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit, sondern auch die Fahrzeugart. Knuf: „Das Seitenradar ist sehr unauffällig, damit es die Straßenbenutzer nicht dazu veranlasst werden, ihre Geschwindigkeit zu verändern. Es werden auch keine Fotos angefertigt von den Fahrern, die zu schnell unterwegs sind.“

Der Sachgebietsleiter teilt aber mit, dass die vom Kreis angeforderte Verkehrszählung in Kürze – jedoch erst nach den Ferien – stattfinden soll.

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