Auf Spuren der Kräuterwelt

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Jede Menge zu betrachten und zu fachsimpeln gab es für die Frauen beim Kräuternachmittag im evangelischen Gemeindehaus Rönsahl.

Rönsahl - Wenn eben möglich, steht bei den Treffen der Frauenhilfe Rönsahl stets ein der Jahreszeit angepasstes Thema auf dem Programm. So auch beim jüngsten Treffen.

Diesmal ging es um eine kleine Exkursion in die Kräuter- und Pflanzenwelt. Dabei stand das Erkennen und das Bestimmen heimischer Kräuter und Wildpflanzen im Mittelpunkt. Gerade jetzt, wo es überall sprießt und grünt, war das ein willkommenes Thema bei den Frauen.

Die 25 Teilnehmerinnen hatten vorab im eigenen Garten oder auch am Wiesenrand nebenan Ausschau nach Kräutern und sonstigen Pflanzen gehalten und eine kleine Auswahl davon mitgebracht. Dabei ging es keineswegs nur um die klassischen Küchen- und Würzkräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Zitronenmelisse, Thymian oder Liebstöckel, sondern vielmehr darum, auch solche Kräuter zu sammeln, die nicht oder nur bedingt zum allgemein bekannten Repertoire gehören.

Ellen Becker, sie moderierte den Nachmittag, hatte einen mit ganz unterschiedlichen Wild- und Kulturkräutern gefüllten Korb als Anschauungsmaterial mitgebracht.

Nach der kurzen Einführung von Dorothea Neumann ging es dann auch zügig weiter. Genauer unter die Lupe genommen wurde auch die zum Thema passende Tischdeko – auf den Tischen verteilt fanden sich mehrere mit einer großen Vielfalt an unterschiedlichen Blatt- und Blühpflanzen bestückte Vasen.

Bauernorchideen, Bärlauch, Breit- und Spitzwegerich, Huf- und Mauerlattich, Taubnessel, Gelbweiderich, Habichtskraut, Hahnenfuß, Honiggras, Wiesenkerbel, Pimpinelle und Schafgarbe wanderten zwecks Erkennens und Bestimmens von Hand zu Hand.

Zwischendurch gaben Brigitte Potthoff und Ellen Becker hin und wieder eine kleine Erzählung von Ringelnatz oder ein zum Thema passendes Gedicht von Wilhelm Busch zum Besten. Und wenn dann mal das Erkennen einer der mitgebrachten Pflanzen nicht gelingen wollte, dann wusste Ellen Becker Rat, oder es half eines der zur Verfügung stehenden bebilderten Gartenbücher weiter. Die Frauen erfuhren viel Wissenswertes aus der kleinen Welt am Wegesrand und erkannten dabei, dass jede Nutz,- Zier- oder Wildpflanze ihre ganz bestimmte Aufgabe im Naturkreislauf erfüllt. Die Frauen sprachen auch über verloren gegangenes Wissen in der Pflanzenkunde und darüber, dass viele Wildkräuter in der Küche verwendet und zu schmackhaften Salaten verarbeitet werden beziehungsweise als Heilpflanzen verwendet werden könnten, während andere absolut ungenießbar und zum Teil sogar giftig seien. Auch dazu lieferte der kleine Spaziergang durch die heimische Kräuterwelt manch wichtigen Hinweis.

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