40 Stockwerke in voller Ausrüstung

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Christopher Eichert (links) und Daniel Leiendecker sind als MK-Fire-Runner in den Hochhäusern unterwegs.

Kierspe  - Wo trainiert man, wenn man als Kiersper an einem Treppenlauf im Hochhaus teilnehmen möchte – natürlich am Wienhagener Turm. Und diesen ist Christopher Eichert bereits ungezählte Male hoch und runter gelaufen, um sich für die wirklich hohen Gebäude fit zu machen. Denn in diesen finden die Wettbewerbe für Feuerwehrleute statt.

71 Stufen hat der Wienhagener Turm. Doch in voller Schutzkleidung eines Feuerwehrmannes samt Atemschutzgerät fühlen die sich nach mehr an. „Brandschutzhose und -jacke, Stiefel, Handschuhe und Atemschutzgerät bringen etwas weniger als 30 Kilogramm auf die Waage“, erzählt Eichert, der immer wieder in voller Montur am Wienhagener Turm übt. Doch letztlich kann es sich an dem höchsten Kiersper Gebäude nur eingeschränkt auf die Wettkämpfe in den Hochhäusern der Republik vorbereiten.

So verfügt der Köln-Turm, den Eichert in der vergangenen Woche mit seinem Team-Partner Daniel Leiendecker hochgelaufen ist, über 714 Stufen und 40 Stockwerke. Zehn Minuten und 37 Sekunden haben die beiden dafür gebraucht – die besten Läufer waren etwas mehr als sieben Minuten unterwegs.

„Letztlich geht es aber nicht nur um die besten Zeiten, sondern die Kameradschaft, das Erlebnis und nicht zuletzt auch den grandiosen Ausblick, den man von den Dächern der Wolkenkratzer hat“, erzählt Eichert.

Zu dem kräftezehrenden Hobby ist der Kiersper zufällig gekommen. Bei der Abnahme des Deutschen Feuerwehr-Fitnessabzeichens hat te er Leiendecker kennengelernt. Bei einer Plauderei war die Idee entstanden, als Team an einem der Treppenläufe teilzunehmen.

Als MK-Fire-Runner sind die beiden dann im vergangenen Jahr erstmals gestartet – in Münster im Treppenhaus des LVM-Turms. 360 Stufen und 18 Stockwerke mussten dort überwunden werden.

Nach dem Köln-Turm vor Kurzem steht im Oktober das ARAG-Gebäude mit seinen 500 Stufen und 25 Stockwerken auf dem Programm – und kurze Zeit später dann noch einmal der LVM-Turm in Münster. Und im kommenden Jahr können die beiden Sportler im Kreis bleiben, denn dann findet der Hemeraner Fire-Fighter-Himmelstreppenlauf auf dem Gelände der Landesgartenschau statt.

„Unsere Gruppe ist für jeden offen. Egal welcher Feuerwehr er oder sie im Kreisgebiet angehört“, sagt Eichert, der gerne noch weitere Wehrleute für diesen Sport begeistern möchte. Er selbst hat sich vorgenommen, in Zukunft die eigenen Anforderungen weiter hochzuschrauben. Denn eine mögliche Disziplin ist die Überwindung der Treppenhäuser mit angeschlossenem Atemschutzgerät.

Wenn Eichert nicht in voller Montur trainiert hält er sich mit Krafttraining und Schwimmen fit. Theoretisch gäbe es auch die Möglichkeit in den Gebäuden zu trainieren, in denen die Wettkämpfe stattfinden. Eichert: „Da ist mir die Anfahrt zu weit.“ Also wird man den Kiersper in Zukunft wohl auch eher am Wienhagener Turm sehen. Sieben- bis zehnmal läuft er diesen bei jeder Einheit hinauf und hinab.

Wer Kontakt zu den MK-Fire-Runnern aufnehmen möchte, kann das über die Facebook-Seite der beiden Läufer tun.

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