FWG: Antrag zur Abfallentsorgung

Eine Änderung der Annahmezeiten bei den Grünschnitt-Containern hält die FWG-Fraktion für sinnvoll.

Kierspe - Die Freie Wählergemeinschaft Kierspe hat einen Fraktionsantrag zur Abfallentsorgung im Stadtgebiet gestellt. Darin schlagen die Fraktionsmitglieder mehr Container und längere Annahmezeiten des Bauhofs vor.

„Alles in allem können wir froh sein, in Kierspe ein gut funktionierendes Abfallsystem mit über lange Zeit hinweg gleichbleibenden Gebühren zu haben. Doch wie in dem Zeitungsbericht der MZ vom 22. Juli zu lesen war, hat die Verwaltung Probleme, bei der Entsorgung und den Kosten von Grünabfall und Sperrgut. Diese scheinen jedoch handhabbar zu sein, sprich: die Schraube, an der gedreht werden muss, ist relativ klein“, erklärt Peter Christian Schröder, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Kierspe.

Gemeinsam mit dem zweiten FWG-Mitglied im Umweltausschuss Torsten Götze hat sich Schröder des Themas angenommen und einen entsprechenden Fraktionsantrag gestellt. Götze: „Wer mit offenen Augen durch den Kiersper Grüngürtel geht, dem fällt in der Tat auf, dass oft Grünabfall oder gar Plastiksäcke mit Grünschnitt am Wegesrand und manchmal sogar im Wald liegen.“

Peter Christian Schröder

Als unhaltbaren Zustand bezeichnet der Politiker diese Praxis, da die Entsorgung dieser Hinterlassenschaften aufwendig und teuer sei. Eingedämmt werden könnte das „wilde“ Entsorgen nach Meinung der FWG durch eine Änderung der Öffnungs- und Annahmezeiten des Grünabfall-Containers, einen zusätzlichen Container in Rönsahl und den Wegfall der Gebühren von 1,50 Euro pro Sack.

Schröder: „Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, diesen Weg – zumindest probeweise – zu gehen. Die Öffnungs- und Annahmezeiten sollten an die des Bauhofs gekoppelt werden, samstags sollten die Container in Kierspe und Rönsahl dann noch zusätzlich von beispielsweise 11 bis 16 Uhr geöffnet werden. Außerdem sollte die Sackgebühr gestrichen, beziehungsweise umgelegt werden. Wobei dann natürlich sichergestellt werden muss, dass ausschließlich Kiersper diese Leistung in Anspruch nehmen.“

Torsten Götze

Auch beim Sperrmüll sehen die Freien Wähler Handlungsbedarf. Dort hatte die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, dass einige Kiersper die Sperrmüllabfuhr für geringe Mengen, dafür aber umso häufiger zu ordern.

Götze: „Bei den Sperrgutabfällen ist es traurig, dass unser bewährtes System immer wieder von einigen Mitbürgern gezielt unterlaufen wird. Um dem einen Riegel vorzuschieben, könnte es sinnvoll sein, die Abfuhr auf ein vernünftiges Maß zu beschränken. Zu der Anzahl der dann noch erlaubten Abfuhren kann die Verwaltung sicher einen sinnvollen Vorschlag machen.“

Bei dieser Art des Abfalls hat Schröder aber auch noch eine andere Gruppe von Menschen im Auge, die dazu neigen würden, das System zu missbrauchen: „Wir müssen darauf achten, dass gewerbliche Entrümpler die Abfuhrtermine nicht dazu nutzen, ihren Sperrmüll, der bei ihrer Arbeit übrig bleibt und nicht mehr verwertbar ist, entsorgen zu lassen.“

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