Kiersper Familie vermutert Tiermisshandlung hinter Katzen-Verschwinden

Kierspe - Den Verdacht, dass das Verschwinden der eigenen Katze sowie auch einer anderen nicht mit rechten Dingen zugegangen ist, hat die Familie Bisterfeld in Bordinghausen. Aus ihrer Sicht häufen sich die Fälle allzu offensichtlich.

„Seit dem 12. Dezember wird unsere Katze Lilli vemisst. Sie ist spurlos verschwunden. Bärbel Höll vom Tierhilfeverein Arche hat sich bereits gekümmert und auch die Zeitung hat einen Artikel veröffentlicht“, wie Frank Bisterfeld berichtet. Leider fehle trotzdem von dem Tier bislang jede Spur. „Man hat sie auch nicht tot aufgefunden. Ich kenne viele Hundebesitzer, sie haben gesucht, aber auch nichts entdeckt. Auch eine Handzettelaktion und Suchplakate haben nichts gebracht. Viele Leute kennnen unsere Katze“, führt er weiter aus.

Nur 200 Meter weit entfernt werde jetzt ein weitere Katze im Bereich der Kreuzung Im Kämpken und Thingslindestraße vermisst. Am St. Hedwigsweg, ebenfalls nicht weit weg, berichten zwei Familien genauso von ungewöhnlichen Vorfällen mit ihren Katzen: Eine Katze habe plötzlich gehumpelt, eine andere wurde entweder schwer getreten oder angefahren, so der Tierarzt. Eine andere Katze habe mit Magenproblemen zum Tierarzt gebracht werden müssen.

„Es mag nun Zufall sein, dass in einem Radius von 300 bis 400 Meter zwei Katzen verschwinden und drei Katzen erkranken, davon zwei durch Fremdeinwirkung. Ich glaube aber nicht an diesen Zufall“, betont Bisterfeld. Misshandlungen von Tieren, wenn diese in diesen Fällen vorliegen sollten, seien strafbar und müssten polizeilich gemeldet werden, sofern man die Täter finde. Leider fehlten bislang konkrete Anhaltspunkte.

Frank Bisterfeld hofft jetzt auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den oder die Täter ausfindig zu machen und vielleicht auch die verschwundenen Tiere noch wohlbehalten wiederzufinden. Wichtig sei es zudem andere Katzenbestitzer zu warnen. Vielleicht, so der Katzenfreund, habe ja jemand etwas beobachtet. Die Katze von Bisterfelds ist ja recht auffällig, weil es in der Gegend keine Katze mit einem solchen Fell gibt: Das Tier ist vierfarbig, hell- und dunkelbraun, rot und weiß. Lilli ist sechs Jahre alt und wird von der Familie sehr geliebt.

„Falls hier jemand am Werk ist, der Tiere misshandelt, tritt, vergiftet oder gar tötet, muss demjenigen Einhalt geboten, er muss gefunden und bestraft werden“, fordert der Anwohner von Bordinghausen. Zudem sollten die Täter wissen, dass ihre Spur verfolgt wird. Frank Bisterfeld plant noch Anzeige bei der Polizei zu erstatten.Hinweise zum Verbleib der Katzen bitte an Bärbel Höll, Telefon (0 23 59) 36 28 und auf mögliche Täter bitte an die Polizei in Meinerzhagen, Telefon (0 23 54) 91 99-0. - rh

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