UWG gibt Verwaltung Hausaufgaben auf

+
An der Freien Schule werden Schüler in den Klassen 1 bis 11 unterrichtet. In der Elterninformation der Stadtverwaltung wird die Bildungseinrichtung aber nicht erwähnt.

Kierspe - Im Rahmen des Hauptausschusses nutzte Clemens Wieland, Vorsitzender der UWG, die Gelegenheit, einen Fragenkatalog an die Verwaltung zu richten.

Am Ende des öffentlichen Teils einer jeden Rats- oder Ausschusssitzung können die Politiker Anfragen an die Verwaltung stellen. Meist sind es Kleinigkeiten oder Nachfragen, die oft noch vor Ort beantwortet werden können. Wieland sagte die Verwaltung zu, seine Fragen schriftlich zu beantworten.

Raser in der Nähe des Fritz-Linde-Steins

Ein Thema beschäftigt Wieland besonders. Bereits vor einigen Wochen hatte er auf die starke Verschmutzung im Umfeld des Fritz-Linde-Steins hingewiesen. Nun sind es Raser, die die Anwohner und Fußgänger in Angst und Schrecken versetzen. „Wir haben einige Anrufe bekommen, in denen sich Anwohner beschwerten, dass außerhalb der geschlossenen Ortschaft auf der Thingslindestraße und dem Pappelweg extrem gerast werde. Eine Seniorin erzählte mir, dass sie sich nur mit einem Sprung auf die Wiese vor einem heraneilenden Auto habe retten können“, bekräftigt Wieland seine Anfrage noch einmal gegenüber der MZ.

In seiner Anfrage an die Stadt heißt es dazu: „Ist der Sachverhalt der Stadt bekannt und was wird wie dagegen unternommen?“. Gegenüber der MZ formulierte er: „Das geht gar nicht. Ich erwarte Maßnahmen!“ Welche, das ließ der Politiker offen.

Freie Schule wird nicht genannt

Erstaunt äußerte sich der UWG-Vorsitzende auch dazu, dass in einem Informationsschreiben der Stadt an die Eltern zukünftiger Grundschüler zwar alle vier städtischen Schulstandorte mit Ansprechpartner, Adresse und Telefonnummer aufgeführt seien, jedoch die Freie Schule, die ebenfalls ein Angebot für Grundschüler unterhält, mit keinem Wort erwähnt werde. Als Frage formuliert, forderte er die Stadt auf, die Eltern zukünftig auch auf diese Schule hinzuweisen.

K 3: Verkehrszählung liegt noch nicht vor

Ein weiterer Punkt betraf die Verkehrssituation im Kerspetal. Wieland schreibt dazu: „Viele Bewohner des Kerspetals haben sich engagiert, um die unmöglichen Zustände durch die Raserei, unter anderem von Motorrädern speziell an Wochenenden, zu unterbinden.“ Weiter heißt es, dass die Anwohner Ende des vergangenen Monats vom Märkischen Kreis darüber informiert worden seien, dass man dort nach wie vor auf das Ergebnis der Verkehrszählung durch die Stadt warte.

Und so fragt Wieland die Stadt: „Ist die Zählung erfolgt? Und wenn ja, mit welchem Ergebnis?“ Darüber hinaus wollte der Politiker wissen, ob – sollte es die Daten geben, diese an den Kreis weitergeleitet wurden.

Gegenüber der Meinerzhagener Zeitung teilte der Beigeordnete Olaf Stelse mit, dass bislang eine Zählung erfolgt sei und eine zweite der Fahrzeuge, die in der Gegenrichtung unterwegs seien, geplant sei. „Wir werden die Ergebnisse und unsere Stellungnahme noch im September an den Märkischen Kreis übermitteln.“

Doch nur aufgrund dieser Zahlen wird der Kreis keine Entscheidung treffen können. Die Mitarbeiter der Behörde benötigen dazu auch noch eine Lärmberechnung, des Landesbetriebs Straßen.NRW. In dem Schreiben des Kreises an die Anwohner war mitgeteilt worden, dass auch diese angefordert worden sei.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare