Jubiläumskonzert mit hochkarätiger Besetzung

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Dass der Evangelische Kirchenchor Rönsahl nicht nur geistliche Musik beherrscht, zeigte er dem Publikum auf beeindruckene Weise mit „Amazing Grace“. Es war aber nicht der einzige Chor, der beim Publikum für großen Applaus sorgte.

Kierspe - Ihr 125-jähriges Bestehen feierte die Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum am Sonntag im Pädagogischen Zentrum der Gesamtschule Kierspe. Acht weitere Chöre gaben zu diesem Anlass ein Gastspiel.

Klein aber fein – so könnte man die zwölfköpfige Sängervereinigung nennen. Gleich bei ihrem ersten Lied „Auf einem Baum ein Kuckuck“ überraschten sie so manchen Zuhörer durch ihren sicheren und ausdrucksstarken Auftritt. Mit diesem Lied war das Jubiläumskonzert eröffnet und die Bühne frei für die Grußworte.

Bürgermeister Frank Emde gab einen kurzen Rückblick in die Chronik der Sängervereinigung und zog einen Ausspruch Martin Luthers heran, der zu dem Jubiläumschor passt: „Musik ist eine Gabe Gottes, die den Teufel vertreibt und die Leute fröhlich macht“, eine Feststellung, die die Mitglieder des Vornberger Männergesangsvereins offenbar nicht unbeeindruckt gelassen hat.

Kieberger seit mehr als 50 Jahren Vorsitzender

„Viele Vorsitzende haben die Geschicke des Chores in die Hand genommen“, ging Emde auf die Gegenwart ein. „Paul Wilhelm Kieberger ist seit 1963 in dieser Funktion tätig. Unter den Vorsitzenden der Männergesangsvereine ist er sozusagen der Jopie Heesters.“

Klein aber fein, so könnte man die zwölfköpfige Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum nennen, die sicher und ausdrucksstark auftrat.

Erna Filthaus, langjährige Begleiterin der Sängervereinigung, trug ein selbst verfasstes Gedicht über den Jubiläumschor vor und erntete großen Beifall. Thorsten Potthoff, Vorsitzender des Sängerkreises Lüdenscheid, sowie Hans-Gerd Krellmann, Bezirksvorsitzender des Sängerkreises Lüdenscheid, sprachen weitere Grußworte.

Der Worte waren nun genug gewechselt und es ging zum unterhaltsamen Teil der Geburtstagsparty. Acht Chöre gaben sich geradezu die Notenblätter in die Hand und boten eine Staffel unterschiedlicher Chormusik.

„Wenn Sie mitsingen möchten, machen Sie es!“

„Machen sie die Augen zu und genießen Sie die Musik“, forderte Chordirektor Ingo Reich, der die Gesamtleitung des Konzerts übernommen hatte, die Zuhörer auf. „Der Gemischte Chor 70 entführt uns in die Musik der 20er-Jahre. Wenn Sie mitsingen möchten, machen Sie es, das macht Spaß.“ Doch für diesen Selbsteinsatz waren die Besucher anscheinend noch nicht warm genug.

Capella Femina hatte Lieder aus den 1960er-Jahren mitgebracht und trug temperamentvoll unter anderem „Schuld war nur der Bossa Nova“ vor. Als Männerchor hatte die Liedertafel Hellersen sich „Das erste Bier muss zischen“ ausgesucht und kurz vor der Pause das Verlangen der Besucher auf erfrischende Getränke gefördert.

Dass der Evangelische Kirchenchor Rönsahl nicht nur geistliche Musik beherrscht, zeigte er beeindruckend mit „Amazing Grace“. Großen Eindruck auf das Publikum machte der Männerchor Kierspe 1899/1900 unter der Leitung von Musikdirektorin Sofia Wawerla mit seinen Liedern aus Oper und Operette und der Ruf aus den Zuschauerreihen nach einer Zugabe wurde laut.

Freude am Singen deutlich anzumerken

Frisch, mitreißend im Rhythmus und mit offensichtlicher Sangesfreude präsentierte sich Germania Hohenplanken, ein Chor, dem man die Freude am Singen deutlich anmerkte. Überwältigend war die Anzahl der Sänger des Projektchores Wales 2016, der sich eigens zu einem Walesbesuch im Herbst gegründet hatte sich das Halleluja von Cohen ausgesucht hatte.

Volmequelle Scherl rundete das Konzert mit deutscher und englischer Gesangsliteratur ab. „Möge die Straße uns zusammenführen“ heißt es in den irischen Segenswünschen, die alle beteiligten Chöre am Schluss des gelungenen Jubiläumskonzertes sangen und so dem Konzert einen würdigen Abschluss gaben.

„Ich bin nicht nur ergriffen, ich bin auch stolz darauf, wie unser Jubiläumskonzert heute gelungen ist“, waren die Dankesworte zum Ende des Konzertes von Hans-Wilhelm Kieberger, Vorsitzender der Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum, an alle beteiligten Chöre.

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