Kesse Kiffer - Richter greift durch

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Ein Fall wegen Besitzes von Betäubungsmitteln wurde am Dienstag vor dem Amtsgericht verhandelt.

Kierspe/Meinerzhagen - Am 10. Februar stehen Polizeibeamte bei einem Mann aus Kierspe vor der Tür und klingeln. Geöffnet wird ihnen zunächst nicht.

Erst nach etwa zwei Minuten erscheint der Bewohner an der Tür. Auf Nachfrage der Beamten, was denn so lange gedauert hätte, antwortet der Mann prompt: „Wir haben uns gerade einen durchgezogen, aber jetzt ist alles weg. Ihr kommt zu spät.“

Mit „wir“ meint der Mann sich und eine Freundin. Bei ihr finden die Polizisten 1,4 Gramm Marihuana und 1,8 Gramm Amphetamin. Damit hat sich die 26-Jährige wegen Besitzes von Betäubungsmitteln strafbar gemacht, was einen Prozess im Amtsgericht Meinerzhagen nach sich zieht.

Auf der Anklagebank gibt die Kiersperin sofort zu, dass die Drogen ihr gehörten. Zwei Jahre lang habe sie nichts mehr genommen, dann aber doch wieder angefangen. In der Vergangenheit war sie auch immer wieder wegen Diebstahls und Drogendelikten straffällig geworden. Derzeit lebe sie von Hartz IV.

Umso schwerer dürfte sie die Strafe getroffen haben. Der Richter verurteilte die Angeklagte nämlich zu 750 Euro Geldstrafe. „Das tut Ihnen weh und das soll es auch“, erklärte der Vorsitzende.

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