Bienenfreunde fachsimpeln in gemütlicher Runde

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Etliche Vorteile bietet die so genannte Trogbeute als gern eingesetzte „Wohnung“ für das Bienenvolk. Was darunter im Einzelnen zu verstehen ist, erläuterte Klaus Loskand anhand eines Musters.

Kierspe - „Aus Fehlern lernen“, so lautete die Überschrift für die am Samstagnachmittag auf Gut Bremecke stattgefundene Monatsversammlung des Imkervereins Kierspe-Meinerzhagen.

Vorsitzender Klaus Loskand hatte seine Vereinsfreunde anlässlich seines kürzlich gefeierten runden Geburtstags zu einem gemütlichen Beisammensein in die Jause eingeladen. Dabei ging es auch um das Erweitern des Wissens um die sachgerechte Pflege der Honigbienen.

Denn, dass selbst gestandene und im Laufe vieler Jahre mit dem fachgerechten Umgang mit Bienen durchaus vertraute Imker von Fehlern nicht verschont bleiben, war jedem der rund 40 anwesenden Bienenfreunden – darunter auch neue Interessierte – durchaus klar. Und dass gerade beim Imkern noch kein Meister vom Himmel gefallen sei, wusste der Vereinsvorsitzende in humorige Worte zu verpacken.

Imkerei ist ein lebenslanger Lernprozess

Er sprach dabei aus eigener Erfahrung und den Lehren, die aus einmal gemachten Fehlern zu ziehen sind und die vielen hilfreichen Fingerzeige, die erfahrene Imker gerne weitergeben. Loskand wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass der Imker praktisch nie auslerne und einem lebenslangen Lernprozess ausgesetzt sei. Jedes Jahr gebe es neue Erkenntnisse, die in der einschlägigen Fachliteratur in anschaulicher Weise dargestellt und auch in den Versammlungen des Imkervereins angesprochen würden, hieß es dazu.

Im Ganzen nicht unzufrieden sind die heimischen Imker mit der trotz des ungewöhnlich regenreichen Sommers erreichten Honigernte, die zwar geringer ausfällt als im Vorjahr, dennoch dank der relativ guten Frühjahrstracht insgesamt als auskömmlich bezeichnet wurde. Vom erhofften Spätsommer und einem schönen Herbst erwartet man hinsichtlich der Honigtracht indes nicht mehr viel.

Varroa-Milbe: Kampf gegen Bienenparasiten

Das Bienenjahr geht nun schnell zu Ende, und damit steht die Spätsommerpflege nebst Einwinterung der Bienenvölker und deren Behandlung mit Ameisen- und später gegebenenfalls mit Oxalsäure zur regelmäßig erforderlichen Bekämpfung der Varroa-Milbe als lästigem Bienenparasiten ins Haus.

Die Vorstellung einer so genannten Trogbeute und die Erläuterung verschiedener Vorteile, die diese Art der „Bienenwohnung“ bietet, leitete über zur anschließenden Standschau vor Ort. Bevor die Teilnehmer zum gemütlichen Teil übergingen, erfolgte noch der Hinweis darauf, dass die Honigbewertung seitens des Verbandes Anfang September erfolgt und die Vereinsmitglieder ihre Honiglose am 31. August anlässlich des nächsten Imker-Stammtisches im Vereinslokal „Zum Alten Bahnhof“ abgeben können.

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