Kiersper schreibt Kierspe-Krimi

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Rund eineinhalb Jahre hat Horst Schröder an seinem ersten Krimi geschrieben. Ob es irgendwann einen zweiten Roman gibt, lässt der Kiersper offen.

Kierspe - Lüdenscheid, Köln, Dortmund, Leverkusen, Gummersbach, Donezk und immer wieder Kierspe sind die Orte, in denen der erste Kriminalroman von Horst Schröder spielt.

Der Kiersper Autor lässt in seinem Buch eine junge Frau sterben und schickt seinen Kommissar auf eine weite Reise, um diese Tat aufzuklären. Die Eierkurven und Haus Berkenbaum – im Buch der Birkenhof – sorgen für Lokalkolorit, dazu ein Kommissar, der aus Lüdenscheid kommt, sich aber in der Nachbarstadt Kierspe sehr gut auskennt. Das sind die Zutaten für den ersten Krimi, den Horst Schröder geschrieben hat.

„Schreiben ist nicht so mein Metier gewesen“, sagt Schröder. Zum Techniker ausgebildet war der Kiersper viele Jahre als Unternehmer tätig und führte das eigene Unternehmen Polytec an der Kreuzung Wildenkuhlen. „Ich wollte immer etwas über Kierspe sagen“, erklärt er heute und schiebt eine regelrechte Liebeserklärung an seine Heimatstadt nach: „Ich wollte etwas über Kierspe schreiben, über seine wechselvolle Geschichte und damit auch dem Image als Schlafstadt entgegenwirken.“

 Er selbst, der sich auch nach Jahrzehnten in der Volmestadt immer noch als Zugereister bezeichnet, lebt gerne in der kleinen Stadt „mit der regen kulturellen und sportlichen Szene, in der es so viele kreative Menschen gibt.“

Den Grund dafür, dass das so ist, sieht Schröder in anderen Zugereisten. „Die Gründung der Gesamtschule war ein Impulsgeber und hat für das Zusammenwachsen der Stadt gesorgt. Die progressiv denkenden Lehrer, die damals neu nach Kierspe kamen, haben das Leben hier nachhaltig verändert“, sagt Schröder.

„Delta ermittelt“ – das erste Werk von Horst Schröder.

Man merkt dem Senior an, dass er sich für die Menschen in seiner Umgebung interessiert. Schröder: „Ich frage mich immer: Warum sind die Menschen, wie sie sind?, Warum lassen sie mit sich tun, was man mit ihnen tut? oder auch „Warum sind sie geworden, was sie sind?“ Ausdruck finden diese Fragen auch in seinem ersten Buch „Delta ermittelt“. Um die Warum-Fragen zu beantworten, hat er einen Krimi als Gerüst geschaffen, in dem Hauptkommissar Delta ermittelt und die Protagonisten nicht nur in der Volmestadt, sondern im Kreis, in Deutschland und sogar in der Ukraine zu finden sind.

Doch bevor der Mörder verhaftet werden kann, muss sein Kommissar viele Spuren verfolgen, die zu keinem Ergebnis führen. Schröder: „Doch zum Schluss, das kann ich ruhig verraten, wird der Täter ermittelt und die Kiersper können wieder ruhig schlafen.“ Gedacht ist aber sein Werk gerade auch für die Menschen, die ohne Buch nicht einschlafen können. „Ich hatte nicht den Anspruch eine literarische Meisterleistung zu vollbringen, sondern einen Krimi zu schreiben, der einen Bezug zu Kierspe hat, ein Buch, das man im Urlaub oder im Bett lesen kann“, sagt der Autor.

Familienmitglieder waren die ersten Kritiker

Vor rund eineinhalb Jahren hat er sich erstmals hingesetzt und mit dem Werk begonnen. „Danach folgte eine längere Pause. Vor ein paar Monaten habe ich dann weitergemacht.“ Seine Frau und eines seiner Kinder dienten danach als erste Kritiker. „Aber auch ein befreundeter Rechtsanwalt – man weiß ja nie.“ Sein Sohn Markus Schröder war es dann auch, der das Buch in Form brachte und damit druckreif machte. Im Selbstverlag erschienen ist das Werk nun für 11,80 Euro ausschließlich in den Buchhandlungen Timpe (Kierspe) und Schmitz (Meinerzhagen) zu bekommen.

Auf die Frage, ob sein Hauptkommissar Delta auch in Zukunft für Sicherheit auf den Straßen der Volmestadt sorgen wird, reagiert Schröder ausweichend: „Das Schreiben hat mir viel Spaß gemacht. Aber ob ich noch einmal ein Buch schreibe, weiß ich nicht.“ Die meisten Autoren würden bei dem Versuch ein zweites Werk zu verfassen, auch oft von einer Schreibblockade überrascht.

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