Großaufgebot: Gasgeruch in Kierspe

Kierspe - Ein Großaufgebot an Wehrleuten, Mitarbeitern der Stadtwerke und Polizei machte sich heute morgen auf, um im Ortsteil Bahnhof in Kierspe einem immer wieder auftretenden Gasgeruch auf die Spur zu kommen. Doch trotz eingesetzter Messgeräte und aus den Fahrzeugen hinausgestreckter Nasen konnte die Ursache in einer eineinhalbstündigen Suche nicht ermittelt werden.

Ein Teil der eingesetzten Fahrzeuge war bereits um kurz vor 9 Uhr zur Vierfeld-Sporthalle gerufen worden, weil dort die Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Während die Wehrleute dort noch auf der Suche nach der Ursache waren, erfolgte der Gasalarm, der alle verfügbaren Kräfte zur Kreuzung Wildenkuhlen rief. Mehrere Anrufer hatten in den Gebäuden, aber auch auf dem Gelände des Fachmarktzentrums Gasgeruch wahrgenommen. 

In der Folge wurde das Portalgebäude, in dem der Geruch besonders stark wahrnehmbar war, geräumt. Doch weder die Wehrleute noch die Mitarbeiter der Stadtwerke konnten mit ihren Messgeräten Werte ermitteln, die auch nur auf Spuren von Gas hingedeutet hätten. „Wir können definitiv ausschließen, dass irgendwo Erdgas austritt. Unsere Messgeräte messen kleinste Anteile des Gases in der Luft, bereits weit unterhalb der Grenze, an der eine Gefahr für Menschen oder Tiere besteht. Doch wir haben nichts messen können“, erklärt Rolf Stiebing, Technischer Leiter der Stadtwerke. Gleiches gelte auch für andere Gase wie Propangas. 

Stiebing: „Da dem Erdgas ein Geruchsstoff beigemischt wird, hat dieses auch einen ganz speziellen Duft, der sich von anderen Geruchsquellen unterscheidet. Und das, was wir hier gerochen haben, war ganz klar kein Erdgas.“ Doch auch der Ausschluss brachte letztlich keine Klarheit. Messungen an den beiden in Betrieb befindlichen Tankstellen und der stillgelegten Tankanlage im Bereich Wildenkuhlen blieben ebenfalls ohne Ergebnis. 

Während Polizei, Feuerwehr und Stadtwerke noch beratschlagten, ob der Einsatz abgebrochen werden sollte, kam eine weitere Meldung, dass Gasgeruch von Anwohnern am Lerchenweg wahrgenommen worden sei. Weit aus dem Fenster gelehnt, versuchte ein Beifahrer in einem Stadtwerkefahrzeug der Geruchsquelle olfaktorisch auf den Grund zu gehen – letztlich aber auch vergeblich. Schließlich beendete Wehrleiter Georg Würth nach eineinhalb Stunden den Einsatz, zumindest für den größten Teil der Wehrleute. 

Eine kleine Abordnung fuhr erneut zur Sporthalle, wo ein Hausmeister der Schule ausharrte, um zu verhindern, dass Schüler oder Lehrer das Gebäude betreten, da dieses von der Wehr noch nicht wieder freigegeben war. Ursache für den Alarm auf dem Schulgelände war letztlich ein technischer Defekt, der zur Folge hat, dass nun ein Techniker die Anlage überprüfen muss. Für die Schüler bedeutet dieser Einsatz aber keinen Ausfall an Schulstunden, denn der Sportunterricht konnte bei bestem Wetter im Freien stattfinden.

Zum Einsatz kamen neben Polizeibeamten und Mitarbeitern der Kiersper Stadtwerke auch 29 Wehrleute und etliche Fahrzeuge der Löschzüge 1,2 und 4.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare