Neues GSKI-Logo: Blau statt grün und dynamisch statt statisch

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Jurymitglied Luigi Fraglica (Zweiter von rechts) präsentiert das neue Logo. Leah Richau (Zeite von links) zeigt das siegreiche Logo, das sie entworfen hat, links dann eines der Logos, das in die engere Wahl kam und von Carina Widal gehalten wird. Das alte Logo wird von Kai Plischke gezeigt. Die Idee zur Umgestaltung hatte Schulleiter Johannes Heintges.

Kierspe - Was soll ein Logo ausdrücken? Wofür seht das Logo? Und ist es noch zeitgemäß? Fragen, mit denen sich verschiedene Gremien, alle Lehrer und alle Schüler der Gesamtschule Kierspe in den vergangenen beiden Jahren auseinandergesetzt haben.

Doch nun gibt es ein neues Logo, das ab dem kommenden Schuljahr das alte ablösen wird. „Das war für alle Beteiligten ein Lehrstück in Sachen Demokratie und Kompromissbildung“, fasst Schulleiter Johannes Heintges den fast zweijährigen Prozess zusammen, der letztlich in einem neuen Logo für die Gesamtschule endete.

Angefangen hatte alles bereits 2012. Damals kam Heintges an die Schule und fand dort immer noch das gleiche Logo vor, das er bereits kannte, als er als junger Lehrer zum ersten Mal an der Schule unterrichtete: Das grüne und fett gedruckte G mit drei Pfeilen, die auf den Buchstaben zeigen und dem einen Pfeil, der hinaus zeigt, war vor Jahrzehnten von Kunstlehrer Uli Kett entworfen worden. Später war dann ein Kranz mit dem Schulnamen hinzugefügt worden.

„Bereits vor vier Jahren fand ich das Logo etwas altbacken. Alle Marken erneuern ihre Zeichen mit den Jahren, ohne sie grundsätzlich zu zerstören. Im Gespräch zu diesem Thema regte der Vater eines Schülers an, doch einen Logowettbewerb zu initiieren. Das war 2014 und bis zum Frühjahr des darauffolgenden Jahres lagen 85 Vorschläge der Schüler vor, aus denen eine Jury aus Schülern, Lehrern und Eltern schließlich die vier besten auswählten, die der Förderverein mit Geldpreisen auszeichnete.

Langer Entscheidungsprozess zum neuen Schulzeichen

Doch damit fing der Entscheidungsprozess erst an. Die besten Vorschläge wurden auf T-Shirts gedruckt und in verschiedenen Gremien zur Abstimmung gegeben. Bei Lehrern und Schülern entfielen die meisten Stimmen zwar auf das alte Logo, doch mehr als 50 Prozent auf die neuen Entwürfe in ihrer Gesamtheit – die Eltern waren klar für den Siegerentwurf, den Leah Riechau am Computer entworfen hatte.

Letztlich entscheiden sollte die Schulkonferenz, in der Eltern, Schüler und Lehrer jeweils den gleichen Stimmanteil haben. Dort beschloss man, einen Grafiker hinzuziehen, der den Siegerentwurf überarbeiten und neue Ideen einbringen sollte. Erledigt wurde diese Arbeit von Stephan Rust, dem Inhaber der Halveraner Firma Inwebo. Aus seinen Vorschlägen wurden schließlich zwei ausgesucht und gemeinsam mit dem bisherigen Logo auf einen Stimmzettel gedruckt, mit dem dann alle Schüler abstimmten.

Neues Logo stark angelehnt an das alte

Erneut stimmten die Schüler und Lehrer mit mehr als 50 Prozent für die beiden neuen Logos, jedoch nominal für das alte Zeichen. Die Eltern in der Schulpflegschaft sprachen sich dagegen klar für ein neues Logo aus. Letztlich musste die Schulkonferenz bei einem erneuten Zusammenkommen über den Entwurf entscheiden. Doch auch dort wurden zwei Wahlgänge notwendig, weil keiner der drei Entwürfe beim ersten Wahlgang 50 Prozent auf sich vereinen konnte.

Schließlich setzte sich ein Zeichen durch, das sehr stark angelehnt an das alte Logo ist, allerdings in blau statt grün daherkommt und deutlich mehr Dynamik aufweist als der Jahrzehnte alte Entwurf. Doch nicht nur das Logo habe sich geändert, betont Heintges, sondern auch die Einstellung. Hätten die drei Pfeile, die früher auf das Gesamtschul-G gezeigt hätten, noch für die drei weiterführenden Schultypen gestanden, die die Gesamtschule „vereinigt“, ständen die Pfleile heute auch für die offene Schule, in der alle Schüler, egal welchen Leistungsstandes, welcher Herkunft oder Religion willkommen seien.

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