Sommercamp ohne Grenzen in Volmekommunen

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Die Initiatoren des Sommercamps: Bürgermeister Frank Emde (von links), Lisa Formanski (Leiterin OGS Pestalozzi-Schule), Heinz-Gerd Maikranz (Leiter Bürgerservice Meinerzhagen), Silvia Markus (Leiterin Fachbereich Soziales Meinerzhagen), Roman Kappius (Sparkassen-Vorstand), Martina Pieper (Bismarckschule) und Olaf Stelse (Kämmerer Kierspe).

Kierspe - Die Städte Kierspe und Meinerzhagen gehen in einigen Bereichen mittlerweile einen gemeinsamen Weg – nun auch bei der Kinderbetreuung.

Im Sommer starten die beiden Volmekommunen nun eine große Betreuungsoffensive für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, die in den Ferien nicht in den Urlaub können. Vom 11. Juli bis 19. August stehen den Kindern im Rahmen des sogenannten Sommercamps zahlreiche Anlaufstellen zur Verfügung, wo sie die Zeit, in der ihre Eltern auf der Arbeit sind, verbringen können.

„Nicht alle Eltern haben die Möglichkeit, sich sechs Wochen Urlaub zu nehmen. Deshalb wollen wir ihnen eine theoretische Chance anbieten, ihre Kinder in der kompletten Ferienzeit betreuen zu lassen. Wir haben neben den Ferienspielen eine besondere Betreuung ins Auge gefasst“, erklärt Kierspes Kämmerer Olaf Stelse den Grundgedanken des Sommercamps.

Täglich von 7.30 bis 16 Uhr sollen in mehreren Einrichtungen in den beiden Städten Angebote für die Kinder geschaffen werden. An der Aktion beteiligen werden sich die Elterinitiative Schulkinderhaus an der Pestalozzischule, das Deutsche Rote Kreuz an der Bismarckschule und das Jugendzentrum Meinerzhagen.

Angebote sollen zwischen den Kommunen abgestimmt werden

Je nach Anzahl der Kinder sollen dann Ausflüge in Freizeitparks, Wanderungen sowie Spiel- und Bastelaktionen veranstaltet werden. In gemeinsamen Gesprächen sollen die Angebote konkretisiert und aufeinander abgestimmt werden, erklärt Heinz-Gerd Maikranz, Leiter des Bürgerservices Meinerzhagen.

Unterstützt wird das Sommercamp in den beiden Kommunen von der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen. „Wir fanden die Idee sehr charmant und förderungswürdig“, sagt Roman Kappius, Sparkassen-Vorstand. Er kann berichten, dass das Geldinstitut die Aktionen in Kierspe und Meinerzhagen jeweils mit 10 000 Euro unterstützen wird. „Das Sommercamp stellt für viele Eltern die Betreuung ihrer Kinder in den beiden Städten sicher“, so Kappius.

"Gutes familienpolitisches Angebot"

Bei dem Sommercamp spielen die Stadtgrenzen keine Rolle, versichert Kierspes Bürgermeister Frank Emde. „Wir wollen alle Wünsche abdecken. Die Eltern können sich je nach Arbeitsort die Einrichtung aussuchen. Mit dem Sommercamp haben wir ein gutes familienpolitisches Angebot geschaffen. Aus dem Engagement der Träger und der Kooperation der Verwaltungen der beiden Kommunen ist eine runde Sache geworden.“

Dass es einen anhaltenden Bedarf an Ferienbetreuung gibt, kann Kämmerer Stelse an den Anmeldezahlen der Ferienspiele belegen: „Die Angebote sind drei- bis viermal überbucht.“ Auch die Leiterin der OGS Pestalozzi-Schule, Lisa Formanski, weiß um die Not der Eltern in der Sommerferien: „Bei uns gehen rund 60 Prozent der Schüler in den Ferien in die Offene Ganztagsschule.“ Aus diesem Grund sei es wichtig, dass alle Kinder betreut werden, sagt Bürgermeister Emde. „Wir müssen auf den Bedarf reagieren.“

Anmeldeschluss für das Sommercamp am 10. Juni

Interessierte Eltern können ihre Kinder bis zum 10. Juni für das Sommercamp anmelden. Zur Information werden die Initiatoren in den kommenden Tagen Flugblätter in den Schulen und Kindergärten verteilen, die auch gleichzeitig als Anmeldeformular dienen. Ansprechpartner in den beiden Städten sind Petra Werth (Kierspe), Tel. 0 23 59 /66 11 56, und Silvia Markus (Meinerzhagen), Tel. 0 23 54 /7 71 50.

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