Feuerwehreinsatz

Leiche in Kiersper Wohnung gefunden - Kölner Straße halbseitig gesperrt

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In Kierspe ist die Feuerwehr mit 35 Mann wegen eines Gasalarms ausgerückt. 

Kierspe [Update 17.40 Uhr] - Aus einem Routineeinsatz wurde Dienstagnachmittag eine Todesfallermittlung, der eine komplett gesperrte Kölner Straße, die Suche nach einem Gasleck und ein Stau auf der Volmestraße vorausgingen.

„Person hinter Tür“ ist ein Alarm, mit dem in manchen Wochen mehrmals die Feuerwehr benachrichtigt wird, weil beispielsweise der Rettungsdienst diese nicht öffnen kann. Unter diesem Einsatzstichwort wurde am Dienstag gegen 14.40 Uhr auch der Löschzug 2 der Kiersper Feuerwehr benachrichtigt.

„Als wir aus dem Fahrzeug stiegen, haben wir aber dann sofort einen starken Gasgeruch festgestellt“, erzählt Wehrleiter Georg Würth. In Folge dessen wurde dann sofort die Kölner Straße komplett gesperrt und der Löschzug 1 nachalarmiert. 

Geschützt durch Atemschutzgeräte näherten sich daraufhin Wehrmitglieder der Wohnungstür und brachen diese auf. Sowohl die Gas- als auch die Kohlenmonxid-Warner, die die Ehrenamtlichen bei sich trugen, schlugen Alarm als die Tür nur einen Spalt offen stand. 

Lebloser Mensch in der Wohnung gefunden

Im Inneren wurde dann ein lebloser Mensch gefunden, dem auch der hinzugerufene Rettungsdienst nicht mehr helfen konnte. 

Während die Wehrleute und die Mitarbeiter des Rettungsdienstes noch im Gebäude waren, wurden die Stadtwerke alarmiert. Deren Mitarbeiter versuchten mit speziellen Spürgeräten der Ursache für den Gasgeruch auf den Grund zu gehen. Letztlich konnten die Fachleute feststellen, dass diese nicht im Keller zu finden war, wo sich die Gasheizung des Gebäudes befindet. Vielmehr wurde vermutet, dass es sich um eine Gasquelle in der Wohnung des Toten handelt. 

Notarzt konnte Fremdverschulden nicht ausschließen

Doch danach wollten – nachdem die Gaskonzentration auch stark nachgelassen hatte – die Wehrleute nicht mehr suchen, um eventuelle Spuren nicht zu vernichten. Denn letztlich konnte der Notarzt ein Fremdverschulden als Todesursache nicht ausschließen. Deshalb wurden die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft hinzugezogen. 

Eine Auskunft zur genauen Todesursache wurde am Dienstag aber nicht mehr gegeben. 

Nach einer gut einstündigen Komplettsperrung wurde die Kölner Straße anfangs halbseitig und zu einem späteren Zeitpunkt auch wieder komplett freigegeben. Das war auch dringend notwendig, da sich der Verkehr zwischenzeitlich auf der B 54 in Richtung Meinerzhagen kilometerlang staute. 

Umfahrung der Sperrung nicht möglich

Eine Umfahrung der Sperrung war gerade für Lastwagen nicht möglich, da die Volmestraße in Bollwerk komplett gesperrt ist und ein Durchfahren der Straße Schnörrenbach für den Lastverkehr nicht gestattet ist. 

Nach der Aufhebung der Komplettsperrung konnte auch bereits ein Teil der Feuerwehr abrücken. Insgesamt war die Kiersper Wehr mit fünf Fahrzeugen und rund 35 Wehrleuten vor Ort. Dazu kamen noch Mitglieder des Rettungsdienstes, ein Notarzt und die Polizei.

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