FWG spricht sich auch gegen "Östlich Rathaus II" aus

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Die Freie Wählergemeinschaft (FWG) ist nach wie vor gegen die Erschließung des Baugebietes „Östlich Rathaus II“. Das machten Vera Maiwurm und Peter Christian Schröder noch einmal deutlich.

Kierspe - 32 Wohneinheiten sollen entstehen, wenn es bei den Plänen für die Erschließung des Baugebietes „Östlich Rathaus II“ bleibt. Nach wie vor gegen dieses Vorhaben sind die Freien Wähler, die das vor der Bürgerversammlung am Mittwoch noch einmal deutlich machen möchten.

„Die Stadt und auch die Fraktionen, die sich für das neue Baugebiet ausgesprochen haben, begehen Wortbruch. Denn vor dem Baubeginn von ,Östlich Rathaus I’ ist ganz klar gesagt worden, dass es nur dann eine Erweiterung geben werde, wenn der Verkehr über den Lausebergabschnitt abgeführt wird. Jetzt soll auch dieser Verkehr über den Haunerbusch fließen“, ärgert sich Peter Christian Schröder, Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft. Vera Maiwurm ergänzt: „Wer hier wohnt weiß, dass der Verkehr bereits jetzt die Straßen an ihre Grenzen bringt und Staus die Folge sind.“

Beide ziehen das Ergebnis eines Verkehrsgutachtens in Zweifel, mit dem ermittelt wurde, dass der Verkehr, der sich aus dem Neubaugebiet ergibt, noch über die bestehenden Straßen geführt werden kann. Die Wählergemeinschaft, die ihren Ursprung in der Bürgerbewegung gegen das Baugebiet hat, hält sich auch weiter nicht mit Kritik an der gesamten Baumaßnahme zurück. Schröder: „Mit dem Baugebiet sollten neue Einwohner nach Kierspe gelockt werden. Das ist nicht gelungen. Die Mehrheit der Menschen, die dort gebaut haben, sind nur innerhalb des Stadtgebietes umgezogen.“

Die Politiker räumen auf Nachfrage zwar ein, dass einige der Bauherren die Stadt sicher verlassen hätten, wenn es das Gebiet nicht gegeben hätte, mahnen in diesem Zusammenhang aber ein Stadtentwicklungskonzept an. „Drolshagen hat sich beispielsweise dazu entschlossen, gemeinsam mit der Universität Siegen den Ist-Zustand zu untersuchen und Konzepte zu entwickeln, wie die vorhandene Bebauung, die zum Verkauf steht, attraktiv gemacht werden kann. Das wäre in Kierspe auch sinnvoll, ist aber bislang nicht erfolgt oder von der politischen Mehrheit nicht gewünscht.“

Bürgerwille wird dem Ziel untergeordnet

Maiwurm: „Wenn man schon die Erweiterung vornimmt, müsste man diese eigentlich an Bordinghausen anschließen. Doch das ist ebenfalls nicht gewünscht. Sollte es je zu einem ,Östlich Rathaus III’ kommen, dann wird daran aber sicher kein Weg mehr vorbeiführen.“ Ein massives Vorgehen gegen „Östlich Rathaus II“ wird es von der FWG aber wohl nicht geben. Schröder: „Wir haben bei dem ersten Bauabschnitt erleben müssen, dass jeder Protest und jede Anregung sinnlos ist, weil die, die diese Gebiete haben wollen, ihr Vorhaben auf jeden Fall durchziehen. Vor allem aber will die Grundstücksentwicklunggesellschaft die in ihrem Besitz befindlichen Flächen verkaufen. Diesem Ziel wird der Bürgerwille untergeordnet, auch wenn das Politikverdrossenheit fördert.“

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