Fotograf Arnhold gewinnt internationalen Preis

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Seine Kamera hat der Kiersper Fotograf Frank Thomas Arnhold immer dabei und zeigt stolz sein Siegerfoto in dem Band „Glanzlichter 2016“.

Kierspe -  Es war das erste Mal, dass der Kiersper Frank Thomas Arnhold an einen internationalen Fotowettbewerb teilgenommen hat. Dabei wurde er gleich mit dem Highlight Award Glanzlichter 2016 ausgezeichnet.

1131 Fotografen aus 34 Ländern hatten bei diesem Fotowettbewerb mitgemacht. Eingereicht hatten sie 21 654 Bilder aus den unterschiedlichsten Rubriken. Der Wettbewerb stand unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Umwelt und Naturschutz Barbara Hendricks. Die Motive der Fotografen kamen aus Russland, Tirol, Spanien oder von den norwegischen Fjorden. Diesen wollte Frank Thomas Arnhold mit einem Motiv aus dem Sauerland ein Gegenstück setzen.

„Der alte Baum“ ist der Titel des Bildes des Kiersper Fotografen aus der Rubrik „The Beauty of Plants“. Es zeigt einen Baum im Ebbegebirge. Dort war Arnhold unterwegs, weil er ein bestimmtes Motiv suchte. Das Wetter war nicht das Beste. Er verließ die ausgetretenen Wege und Pfade und drang tief in den Wald hinein. Unvermittelt stand er vor einem alten Ahorn. Er machte ein paar Fotos in nur fünf Minuten, wovon das Siegerfoto das Gelungenste war, 90 Prozent waren Schrott, wie Arnhold sagt.

Auf seine Homepage hatte er einige dieser Fotos hochgeladen, doch das spätere Siegerfoto hielt er noch zurück. So kam es, dass er das Bild bei dem Fotowettbewerb einreichen konnte. „Ich habe mich in insgesamt vier Rubriken mit jeweils zwei bis drei Bildern beworben“, erklärt Frank Thomas Arnhold.

„Mit dem Preis habe ich nicht gerechnet“, erinnert sich der Fotograf. „Als dann die Meldung kam, habe ich erst dreimal lesen müssen, um meinen Namen zu finden. Ich habe mich gefreut, dass eine gute Fotografie honoriert wird, auch wenn sie aus dem Sauerland kommt.“

Am 6. Mai fuhr Arnhold zur Preisverleihung nach München. Alle Siegerfotos waren ausgestellt und bei der Preisverleihung selbst wurden sie auf einer Leinwand von 20 mal 10 Metern gezeigt. „Mir lief es kalt den Rücken herunter, als ich mein Foto in dieser Größe gesehen habe“, sagt Frank Thomas Arnhold. Zu sehen sind die Siegerfotos und das von Arnhold auf der Homepage www.glanzlichter.com. Das Fotografieren hat Frank Thomas Arnhold nicht erlernt. Er ist Autodidakt, seine Vorliebe ist die Makrofotografie. Er machte mit der Kodak Retinette des Vaters in den 70er-Jahren die ersten Gehversuche mit der Kamera, lange bevor das vollautomatische und digitale Zeitalter begann.

So erlernte er den Umgang mit Blende, Zeit und Entfernung und erkannte auch schnell die Wichtigkeit des Augenblicks bei dem seinerzeit begrenzten Filmmaterial in den Kameras. Gleichzeitig zu den praktischen Erfahrungen studierte er Fachbücher über fotografisches Sehen sowie die Psychologie der Farben, und schaute zudem auch auf die Werke vieler wegweisender Fotografen. So wurden unter anderem die Fotografen Andreas Feininger, Ernst Schwitters und Edward Weston zu seinen Vorbildern.

Seit Dezember 2010 ist Frank Thomas Arnhold auf Einladung des Kunstfotografen Robert Komarek auf der Internetpräsenz www.bildstoerung.eu vertreten, einer Website zur Förderung künstlerischer Fotografie. Außerdem ist er Mitglied im Deutschen Verband für Fotografie. Dort erreichte er 2011 mit seinem ersten Fotobuch „Landscape Graphics“ beim bundesweiten Fotobuch-Award auf Anhieb einen Platz unter den ersten zehn Teilnehmern.

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