20-jähriges Bestehen der Schanhollenschule gefeiert

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Großen Beifall gab es für die Akrobatik-Gruppe. Die Kinder hatten die Vorstellung unter Leitung von Referendar Steffen Höinghaus selbst choreografiert.

Kierspe - Es war viel los in der Schanhollenschule, zum Schulfest waren am Freitagnachmittag nicht nur die Kinder mit ihren Familien gekommen. Viele ehemalige Lehrerinnen, darunter die frühere Schulleiterin Marlene Umlauf, sowie Vertreter von Stadt, Schulverwaltungsamt und der benachbarten Gesamtschule wollten beim 20. Geburtstag der Grundschule dabei sein.

Bürgermeister Frank Emde zeichnete in seiner Ansprache die Geschichte der Schule nach. Anfang der 90er Jahre habe es in Kierspe über 1000 Grundschüler gegeben, so dass der Bau einer neuen Schule nötig wurde. Die wurde am 23. September 1994 unter dem spröden Namen Grundschule IV eingeweiht. Den Namen Schanhollenschule bekam sie erst später.

Aus Anlass des runden Geburtstages hatten Kinder und Lehrer eine Projektwoche durchgeführt, deren Ergebnisse in der ganzen Schule zu besichtigen waren. Weitgehend im Alleingang hatte Lehrer Arne Freiberg, den Thomas Block an dieser Stelle auch offiziell als Konrektor begrüßte, eine Schulzeitung erstellt, in der schlaglichtartig über wichtige Projekte wie dem naturnahen Schulhof, regelmäßig wiederkehrende Höhepunkte im Schuljahr und einschneidende Erlebnisse berichtet wurde, die zumindest den Erwachsenen noch im Gedächtnis sind.

Schulsekretärin Kerstin Kobus war für den Verkauf von Zeitung und T-Shirts zuständig – schwarze für die Erwachsenen, grüne für die Kinder. Die Lose für die Tombola, die regelmäßig von einem Vater organisiert wird, hatten schon im Vorfeld reißenden Absatz gefunden.

Großer Beifall für die Akrobatik-Gruppe

Der offizielle Teil endete mit einer Darbietung der Akrobatik-Gruppe unter Leitung von Lehranwärter Steffen Höinghaus. Begeisterter Applaus belohnte die sportlichen Kinder.

Danach verteilten sich die Familien im ganzen Schulgebäude. Während im Foyer die Plastikkuh Gerda „gemolken“ wurde, konnte in den Klassenzimmern gemalt und gebastelt werden.

Mehrere Projektgruppen hatten Kiersper Betriebe besucht. Auf großen Fotowänden war zu sehen, wie und was in den verschiedenen Firmen gefertigt wird. Eine Gruppe hatte noch am Freitagmorgen das Awo-Seniorenzentrum besucht und den Bewohnern die Schanhollensage erzählt.

Diese war auch Thema eines Theaterstücks, das im Musikraum aufgeführt wurde. Die Schanhollen unternahmen darin einen Betriebsausflug nach Kierspe und wunderten sich: Kutschen ohne Pferde, hell erleuchtetete Häuser und das größte ist ausgerechnet eine Schule. In Kierspe gibt es viel zu tun, das merkten die Zwerge sofort: Überarbeitete Putzfrauen müssen den herumliegenden Müll wegschaffen, Blumen und Bienen sind von Pestiziden bedroht, ein Sachbearbeiter im Büro kämpft mit seinem Computer „aus der Steinzeit“. Die nächtlichen Gäste legen los, erledigen im Handumdrehen alle Arbeiten, bringen auch die Software wieder auf Vordermann und finden das richtig gut. Nächstes Jahr würden sie erneut einen Betriebsausflug nach Kierspe unternehmen, beschließen sie. Vielleicht bauen sie dann die Umgehungsstraße...

Die kleinen Schauspieler agierten erstaunlich textsicher und temperamentvoll. In farbenfroh gestalteten Kostümen und einer ansprechenden Dekoration boten sie eine gelungene Vorstellung vor vollem Haus. Die Eltern waren ebenfalls eingebunden. In der Cafeteria und am Würstchenstand sorgten sie für die Verpflegung der zahlreichen Gäste.

Birgitta Negel-Täuber

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