L 528: Andere Straßen haben in diesem Jahr Vorrang

+
2015 sorgte die große Sommerhitze für Schäden in der Fahrbahndecke der L 528 zwischen Kierspe und Halver. Diese musste deshalb stellenweise ausgebessert werden. Weitere Arbeiten sind an der Strecke in diesem Jahr nicht geplant.

Kierspe - Fehlende Fahrbahnmarkierungen, Spurrillen in der Deckschicht, teilweise eingeschränktes Tempolimit und Rutschgefahr bei Nässe: Die Situation auf der Landestraße 528 zwischen Kierspe und Halver wird sich in diesem Jahr nicht mehr ändern.

Ende Oktober vergangenen Jahres ließ der zuständige Landesbetrieb Straßen.NRW Ausbesserungsarbeiten an der Strecke zwischen Kierspe-Neuenhaus bis Halver-Schmidthausen durchführen. Auf Anfrage der MZ erklärt Pressesprecher Michael Overmeyer, dass damit – nach mehrmaliger Prüfung – die Verkehrssicherheit gewährleistet sei. „Diese Straße haben wir deshalb derzeit nicht im Fokus. Es gibt einige andere Landesstraßen, die in diesem Jahr Vorrang haben.“

Rückblick: Bereits 2013 ließ die verantwortliche Stelle die Fahrbahn komplett sanieren. Doch zwei Jahre später führte die große Sommerhitze zu Schäden in der Asphaltdecke. Die Deckschicht wurde so weich, dass schwere Fahrzeuge die Oberfläche veränderten. Das bituminöse Bindemittel in der Fahrbahn trat nach oben, so dass die Griffigkeit der Fahrbahn nicht mehr gewährleistet war. Notdürftig wurde die Strecke abgestreut, damit es nicht zu schweren Verkehrsunfällen kommt. Zudem wurde die Geschwindigkeit auf stellenweise 40 Kilometer pro Stunde herabgesetzt.

Spuren in der Deckschicht.

Da es sich damals um einen „Garantiefall“ handelte, wartete der Landesbetrieb auf einen Sanierungsantrag der Straßenbaufirma, die bereits 2013 dort die Arbeiten durchgeführt hatte. Lange Zeit passierte jedoch nichts. Im Oktober 2015 sollten dann die Schäden auf einer Länge von rund 2,5 Kilometern behoben werden. Doch die Witterungsverhältnisse machten den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung.

Tempolimit auf der Landesstraße.

Das eingeführte Tempolimit blieb bestehen und sorgte für Verärgerung bei einigen Verkehrsteilnehmern. Zum Jahresende, so verkündete Straßen.NRW damals, könne nicht mehr an der Straße gearbeitet werden. Der Grund dafür seien die niedrigen Temperaturen. Man werde bis zum Frühjahr warten müssen. Das Ergebnis einer nochmaligen Überprüfung des Straßenzustandes ergab aber zumindest etwas Positives: Das Tempo konnte hochgesetzt werden. Stellenweise galt ab da Tempo 70, wo vorher nur 40 km/h erlaubt waren. Allerdings mit einer Einschränkung: Bei Nässe mussten alle Verkehrsteilnehmer ihre Geschwindigkeit auf 50 km/h drosseln. Diese Vorschrift gilt bis heute.

In diesem Jahr erfolgten etwa in Schmidthausen erste Ausbesserungsarbeiten. Doch auf der gesamten Strecke fehlen weiterhin die Fahrbahnmarkierungen und stellenweise ist die Fahrbahndecke immer noch in keinem einwandfreien Zustand. Die hohe Frequentierung durch Landwirtschaftsfahrzeuge und durch den Schwerlastverkehr setzt der Straße weiterhin zu. Die Verkehrsteilnehmer, die zwischen Kierspe und Halver pendeln, müssen also bis 2017 auf eine Verbesserung der Situation warten und bis dahin die eine oder andere Vibration beim Befahren der Landesstraße in Kauf nehmen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare